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Automatisiertes Fahren Continental erwirbt Lasertechnologie von ASC

| Redakteur: Jens Scheiner

Continental übernimmt das Hi-Res 3D Flash Lidar-Geschäft von Advanced Scientific Concepts, Inc. (ASC) mit Sitz in Santa Barbara, Kalifornien.

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Die Technologie soll ein umfassenderes und detaillierteres Bild der gesamten Fahrzeugumgebung ermöglichen.
Die Technologie soll ein umfassenderes und detaillierteres Bild der gesamten Fahrzeugumgebung ermöglichen.
(Foto: Continental)

Wie der Zulieferer mitteilte erweitert die Technologie das Portfolio an Umfeldsensoren für Fahrerassistenzsysteme, um im Zusammenspiel mit anderen Sensoren hoch- und vollautomatisiertes Fahren zu realisieren. Ein wesentlicher Vorteil der Hi-Res 3D Flash Lidar-Sensortechnologie liegt darin, dass eine 3D-Umfelderfassung in Echtzeit realisiert wird. Die Sensoren sollen ähnlich wie ein Radar funktionieren aber dabei Licht nutzen. Um beispielsweise den Abstand von einem zum anderen Auto zu ermitteln, sollen kleine Laser Licht ausstrahlen. Diese sollen wiederum von einem vorausfahrenden Auto reflektiert und so vom Sensoren aufgenommen und berechnet werden. Die Technologie soll ein umfassendes und detailliertes Bild der gesamten Fahrzeugumgebung ermöglichen. Continental arbeitet nach eigenen Angaben an einem Familienkonzept von Sensoren, um die unterschiedlichen Anforderungen rund um das Fahrzeug abzudecken. „Die Hi-Res 3D Flash Lidar-Technologie ist ein weiterer Baustein in unserem Technologieportfolio, um unsere führende Position bei der Entwicklung automatisierten Fahrens weiter zu stärken und auszubauen“, so Karlheinz Haupt, Leiter des Geschäftsbereichs Fahrerassistenzsysteme und Mitglied der Geschäftsleitung der Division Chassis & Safety bei Continental.

Der Hi-Res 3D Flash Lidar erweitert das Portfolio an Umfeldsensoren für Fahrerassistenzsysteme.
Der Hi-Res 3D Flash Lidar erweitert das Portfolio an Umfeldsensoren für Fahrerassistenzsysteme.
(Foto: Continental)

Die Mitarbeiter von ASC sollen als eigenes Segment, mit Sitz in Santa Barbara, den Geschäftsbereich Fahrerassistenzsysteme verstärken. Leiter des neuen Segments High Flash Lidar ist Arnaud Lagandré. Continental plant längerfristig in diesem Technologiebereich auf über 100 Ingenieure zu wachsen. Über den Kaufpreis haben beide Unternehmen Stillschweigen vereinbart.

Im Dezember 2012 erhielt Continental vom Nevada Department of Motor Vehicles eine Lizenz zum Testen von automatisiertem Fahren auf öffentlichen Straßen in dem US-Bundesstaat. Diese Testgenehmigung gilt für einen Versuchsträger für hochautomatisiertes Fahren. Inzwischen hat der Zulieferer mehr als 72.000 Meilen (über 115.000 Kilometer) bei Testfahrten im hochautomatisierten Fahrbetrieb absolviert, wobei ein Test-Ingenieur stets das Fahrzeugverhalten hinter dem Steuer überwacht. Zusätzlich zu den USA und Deutschland betreibt Continental auch in Japan Entwicklungsaktivitäten zum automatisierten Fahren.

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