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Zulieferer Continental und Pioneer entwickeln Infotainment-Plattform

| Redakteur: Sven Prawitz

Für den asiatischen Markt wollen die beiden Zulieferer Continental und Pioneer eine Elektronikplattform für Cockpit-Anwendungen entwickeln.

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Kombiinstrument und Mittelkonsolendisplay sollen künftig von einer Hardware gesteuert werden. Dafür integriert Continental auf seinen Hochleistungsrechner die Software von Pioneer.
Kombiinstrument und Mittelkonsolendisplay sollen künftig von einer Hardware gesteuert werden. Dafür integriert Continental auf seinen Hochleistungsrechner die Software von Pioneer.
(Bild: Continental)

Die beiden Automobilzulieferer Continental und Pioneer Corporation haben einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Beide Unternehmen wollen künftig im Bereich Elektronik für Fahrzeugcockpits zusammenarbeiten. Das japanische Unternehmen bringe seine Software-Kompetenz, während von Continental die Hardware in Form eines Hochleistungs-Computers kommen soll. Auf diesen integrieren die Conti-Ingenieure die komplette Infotainment-Subdomäne von Pioneer. Der Fokus für diese Produkte liegt laut eigener Angaben auf dem asiatischen Markt.

Gleiche Inhalte über Displaygrenzen hinweg

Mit dem Konzept des Hochleistungsrechners sollen zwei Bereiche, bislang in Kombiinstrument und Mittelkonsolendisplay aufgeteilt, zusammengeführt werden. Inhalte können die Zulieferer dadurch unabhängig von Displaygrenzen darstellen, Nutzer wiederum können sie individuell anordnen. In potenziell kritischen Situationen werde laut Continental sichergestellt, dass nur die Informationen priorisiert angezeigt werden, die im jeweiligen Moment wirklich benötigt werden.

Im automatisierten Fahrmodus dagegen sollen auch dem Fahrer alle Dienste und Apps zur Verfügung stehen, die sonst nur auf der Beifahrer-Seite zu finden sind. Möglich wird dieser Komfort und Sicherheitsgewinn durch eine Elektronikarchitektur, mit der ganz unterschiedliche Systeme und Betriebssysteme auf einer Hardware separiert und laufend aktualisiert bzw. ergänzt werden können. Dazu müsse es möglich sein, Software aus vielen Quellen Hardware-unabhängig auf einem einzigen Hochleistungsrechner zu hosten. Diese Flexibilität wollen die beiden Automobilzulieferer künftig bieten.

Proof of Concept in Arbeit

„Continental und Pioneer haben bereits begonnen, Fachwissen auszutauschen und neue Ideen zu generieren, die im Proof of Concept umgesetzt werden sollen“, sagt Naoto Takashima, Head of Mobility Products Company bei der Pioneer Corporation.

„Da gerade der asiatische Raum im Bereich der Digitalisierung des Fahrzeugs nach unserer Einschätzung hoch motiviert und dynamisch ist, sehen wir in der strategischen Kooperation eine für beide Seiten perfekt passende Verbindung von Stärken und Know-how“, sagt Frank Rabe, Leiter des Geschäftsbereichs Human Machine Interface bei Continental.

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