Neuzulassungen E-Auto-Markt: Wo China, Europa und die USA stehen

Von Mario Hommen/SP-X 2 min Lesedauer

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Allein im dritten Quartal 2026 wurden weltweit mehr als vier Millionen neue E-Autos zugelassen. Die mit Abstand meisten davon in China. Eine Analyse von PwC zeigt die Unterschiede.

Bei E-Autoherstellern wie Mercedes sorgt die anhaltend hohe Nachfrage nach E-Autos für längere Lieferzeiten.(Bild:  Mercedes-Benz)
Bei E-Autoherstellern wie Mercedes sorgt die anhaltend hohe Nachfrage nach E-Autos für längere Lieferzeiten.
(Bild: Mercedes-Benz)

Der weltweite Elektroauto-Boom gewinnt weiter an Fahrt. Im dritten Quartal 2026 wurden nach einer Analyse der Unternehmensberatung PwC in 43 untersuchten Automärkten insgesamt 4,3 Millionen batterieelektrische Pkw neu zugelassen – so viele wie nie zuvor. Wichtigster Treiber ist dabei China. Kräftig zugelegt hat zudem die Nachfrage in Europa. In Deutschland erreichten reine Elektroautos erstmals einen höheren Marktanteil als Fahrzeuge mit ausschließlich konventionellem Verbrennungsmotor.

In Deutschland stiegen die Neuzulassungen von Elektroautos im dritten Quartal auf den Rekordwert von rund 236.000 Einheiten. Damit entfielen 32 Prozent aller Neuzulassungen auf reine Stromer. Benziner und Diesel ohne elektrische Unterstützung kamen zusammen auf nur noch 29 Prozent. Auch andere elektrifizierte Antriebsarten legten zu, während klassische Verbrenner weiter an Bedeutung verloren.

Hohe Dynamik in den großen Märkten Europas

Ähnlich dynamisch entwickelte sich die Nachfrage in den fünf größten europäischen Automärkten Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien. Dort wurden zwischen Juli und September zusammen mehr als 600.000 Elektroautos neu zugelassen, 66 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Ihr Marktanteil erreichte mit 27 Prozent ebenfalls einen neuen Höchstwert. Gleichzeitig gingen die Neuzulassungen reiner Verbrenner um 27 Prozent zurück. Ihr Marktanteil sank auf unter 25 Prozent.

Noch deutlich weiter fortgeschritten ist der Wandel in China. Dort wurden im dritten Quartal rund 2,5 Millionen reine Elektroautos neu zugelassen. Ihr Marktanteil erreichte mit 49 Prozent einen neuen Höchststand. Rechnet man Plug-in-Hybride hinzu, entfielen im September bereits knapp zwei Drittel aller Neuzulassungen auf Fahrzeuge mit extern aufladbarem Antrieb.

USA: Autokunden wollen Hybride

Entgegen diesem Trend entwickelt sich der US-Markt. Nach dem Auslaufen staatlicher Fördermaßnahmen im dritten Quartal 2025 sank der Elektroautoanteil an den Neuzulassungen auf sechs Prozent. Ein Jahr zuvor hatte er noch bei zehn Prozent gelegen. Stattdessen gewannen klassische Hybride ohne externe Ladefunktion an Bedeutung. Ihre Neuzulassungen stiegen um 26 Prozent auf 649.000 Fahrzeuge.

Als wichtige Treiber der Elektromobilität nennt PwC neben dem wachsenden Modellangebot und staatlichen Fördermaßnahmen auch die Energiekosten. Demnach fahren Elektroautos in Deutschland, China und den USA bei den reinen Energiekosten günstiger als vergleichbare Benziner und Diesel. Besonders groß ist der Vorteil für Autofahrer, die überwiegend zu Hause oder am Arbeitsplatz laden. In Deutschland lassen sich laut PwC mit einem Energiebudget von 100 Euro mehr als doppelt so viele Kilometer zurücklegen wie mit einem vergleichbaren Benziner, sofern meist günstiger Haushaltsstrom genutzt wird.

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