Energiekosten Elektrisch fährt günstiger

Von Thomas Günnel 3 min Lesedauer

Elektroautos sind bei Verbrauchskosten aktuell Modellen mit Verbrennungsmotor deutlich überlegen – selbst beim Laden an eher hochpreisigen Ladesäulen.

Elektroautos verursachen aktuell deutlich geringere Verbrauchskosten als Modelle mit Verbrennungsmotor.(Bild:  Volkswagen)
Elektroautos verursachen aktuell deutlich geringere Verbrauchskosten als Modelle mit Verbrennungsmotor.
(Bild: Volkswagen)

Die aktuellen Kosten für fossile Kraftstoffe machen Elektroautos attraktiver. Deren Verbrauchskosten sind im Vergleich zu Modellen mit Verbrennungsmotor niedriger als je zuvor. Das berichtet das Vergleichsportal Verivox.  Wer ein E-Auto der Mittel- oder Oberklasse zu Hause lädt, hatte im März 2026 rund 67 Prozent niedrigere Antriebskosten als mit einem benzingetriebenen Auto. Rund 53 Prozent weniger waren es gegenüber einem Dieselfahrzeug.

Benzinkosten drei Mal höher als Stromkosten

Zugrunde liegen der Berechnung angenommene Durchschnittsverbräuche von Benzin- und Dieselfahrzeugen von 7,9 und 5,2 Litern pro 100 Kilometer, bei Elektroautos der Mittel- oder Oberklasse von 16,9 Kilowattstunden pro 100 Kilometern. Der durchschnittliche Haushalts-Strompreis lag im März 2026 bei 31,24 Cent pro Kilowattstunde.

Eine Fahrt mit dem Elektroauto kostete entsprechend bei einer monatlichen Fahrleistung von 1.000 Kilometern rund 53 Euro für Strom. Bei einem Benziner aus der Mittel-/Oberklasse kostete die gleiche Fahrleistung im März 2026 rund 160 Euro und bei einem Diesel rund 112 Euro. Zugrunde liegen Literpreise von 2,02 Euro pro Liter Benzin und 2,16 Euro pro Liter Diesel.

Portal erwartet weitere Ersparnis im April 2026

„Die große Differenz der Antriebskosten zwischen E-Autos und Verbrennern wird sich im April 2026 aller Voraussicht nach noch weiter verstärken. Denn die Spritpreise sind im laufenden Monat noch stärker gestiegen, die Strompreise würden hingegen erst bei längerer Dauer des Konflikts im Nahen Osten nachziehen“, beschreibt Thorsten Storck, Energieexperte bei dem Vergleichsportal.

Um den vollen Preisvorteil bei den Antriebskosten auszuschöpfen, ist eine heimische Wallbox sinnvoll. Ein Vergleich der Strompreise zeigt: Das Laden mit Haushaltsstrom an der Wallbox mit 31,24 Cent pro Kilowattstunde ist deutlich günstiger als das Laden an öffentlichen Ladesäulen mit 52 Cent/kWh bei Normalladung beziehungsweise 60 Cent/kWh beim Schnellladen.

Selbst eher teure Ladesäulen günstiger als fossile Kraftstoffe

Im Vergleich zu Benzin und Diesel ist das Laden selbst an teuren Ladesäulen günstiger als die Fahrt mit einem Verbrennungsmotor. So verursachte die Normalladung an einer Ladesäule im März 2025 Stromkosten von 88 Euro für 1.000 km, per Schnellladung waren es 101 Euro. Damit war selbst die teure Schnellladung 37 Prozent günstiger als Benzin und zehn Prozent günstiger als Diesel.

„E-Autos lohnen sich vor allem für Haushalte, die das Auto zu Hause günstig laden können. Wer zusätzlich zu einer eigenen Wallbox noch eine Photovoltaikanlage mit Heimspeicher hat, kann mit einem guten Energiemanagementsystem die Antriebskosten des E-Autos noch weiter senken“, sagt Thorsten Storck.

Gleichzeitig hat der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft ermittelt, dass die in Deutschland installierten Ladesäulen noch kaum ausgelastet sind. Demnach wurden die öffentlichen Ladepunkte im Jahr 2025 im Schnitt nur zu zwölf Prozent zeitgleich belegt.

So hat Verivox die Pkw-Betriebskosten verglichen

Den durchschnittlichen Haushaltsstrompreis hat Verivox erhoben. Die durchschnittlichen Benzin- und Dieselpreise stammen vom ADAC. Laut einer Umfrage des Energieversorgers Eon im Jahr 2025 laden 71 Prozent der Besitzerinnen und Besitzer von Elektroautos in der Regel zu Hause. Daher ist für einen Kostenvergleich der durchschnittliche Strompreis für Haushalte ausschlaggebend, 31,24 Cent/kWh im März 2026.

An öffentlichen Ladesäulen können je nach Anbieter und Ladeart deutlich höhere Kosten entstehen. Der Ökostromanbieter Lichtblick hat die Durchschnittspreise für Ladesäulen im Juni 2025 erhoben. Die Verbrauchswerte der Antriebsarten hat das Unternehmen dem Energiekostenvergleich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie entnommen. Sie beruhen auf der Auswertung der jeweils drei meistverkauften Fahrzeugmodelle in den Segmenten Kleinwagen/Kompaktklasse und Mittel-/Oberklasse und der jeweiligen benötigten Antriebsenergie nach WLTP.

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