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Leichtbau Faurecia schmiedet Leichtbau-Allianz

Redakteur: Christian Otto

Zusammen mit zwei weiteren Technologieunternehmen und dem Institut für Textiltechnik Augsburg forscht Faurecia künftig an neuen Leichtbaumaterialien und den dafür nötigen Prozessen. Das soll einen Wettbewerbsvorsprung für die Großserienfertigung bringen.

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Faurecia schmiedet mit anderen Partnern eine Allianz für Leichtbautechnologie.
Faurecia schmiedet mit anderen Partnern eine Allianz für Leichtbautechnologie.
(Bild: Faurecia)

Faurecia will mit den Technologieunternehmen Premium Aerotec und Solvay zusammenarbeiten. Konkret geht es um die Entwicklung neuer Leichtbaumaterialien. Das Projekt soll dabei federführend vom Institut für Textiltechnik Augsburg koordiniert und im Augsburger Technologiezentrum realisiert werden.

Die Zusammenarbeit ist zunächst für drei Jahre geplant. Dabei stehen auf nachhaltige Mobilität ausgerichtete Material- und Prozesstechnologien im Fokus der Projektarbeit. Die Ergebnisse sollen im Automobilbau ebenso wie im Flugzeugbau und in der Raumfahrttechnik eingesetzt werden. Das Konsortium, das unter dem Namen „Industry Research Group: Composites for sustainable Mobility“ (IRG CosiMo) firmiert, schafft nach eigenen Angaben eine neue Technologieplattform für die Entwicklung von thermoplastischen Verbundwerkstoffen.

Der Partner Faurecia sieht demnach in der Integration solcher zukunftsfähiger Leichtbaulösungen auf Kunststoffbasis einen wichtigen Baustein für das Cockpit der Zukunft und den smarten Fahrzeuginnenraum.

Leichtbautechnologie im Fokus

Die Aktivitäten rund um das Augsburger Forschungsprojekt sind im Faurecia Geschäftsbereich Clean Mobility angesiedelt. Der Zulieferer steuert dafür 1,5 Millionen Euro bei. Das Engagement soll laut dem Unternehmen einen Wettbewerbsvorsprung für die Großserienfertigung von Faserverbundteilen bringen. Faserverstärkte Thermoplaste werden in zahlreichen Leichtbauanwendungen eingesetzt, zum Beispiel Batteriegehäusen, Interieurelementen oder auch in Sitzkonstruktionen.

Leichtbautechnologien nehmen für den Automobilzulieferer Faurecia eine immer wichtigere Rolle ein. Mithilfe neuer Konstruktionskonzepte, mit optimiertem Design sowie neu entwickelten Materialien und Herstellungsprozessen kann das Unternehmen Fahrzeuge nach eigenen Angaben bereits heute um mehr als 100 Kilogramm leichter machen. Als Beispiele führt Faurecia den „Lightweight & Roominess“-Sitz, die „Hybrid-Rückenlehne“ – eine Leichtbau-Hybrid-Rückenlehne aus Verbundwerkstoffen und Metall – oder der Reserveradkasten aus Verbundwerkstoff an.

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