Automobilzulieferer Faurecia und Hella: Größe als neue Formel

Autor: Sven Prawitz

Faurecia will fast sieben Milliarden Euro für die Übernahme von Hella aufwenden. Der französische Zulieferer braucht dringend neue Geschäftsfelder, um seine Abhängigkeit von der Verbrennertechnik zu verringern. Das Ergebnis soll mehr sein als die Summe seiner Teile.

Faurecia und Hella gehen zusammen und wollen gemeinsam schneller wachsen als zuletzt.
Faurecia und Hella gehen zusammen und wollen gemeinsam schneller wachsen als zuletzt.
(Bild: ©TSUNG-LIN WU - stock.adobe.com)

Als im Frühjahr bekannt wurde, dass die Eigentümerfamilien Hueck und Röpke ihre Anteile am Automobilzulieferer Hella veräußern würden, brodelte schnell die Gerüchteküche über mögliche Käufer: Die Investoren Advent, Bain Capital, Blackstone und CVC sollen sich mit einem Angebot beschäftigt haben. Aus der Automobilindustrie zeigten Hasco (Huayu Automotive Systems Co.), Knorr-Bremse, Mahle und Plastic Omnium ihr Interesse, berichteten Medien wie das „Manager Magazin“ oder „Reuters“.

Wir brauchen Hella – und ich glaube, dass Hella uns braucht.

Patrick Koller, CEO Faurecia

Spät am 14. August wurden die Spekulationen dann beendet: Der Zulieferer mit Sitz in Lippstadt gab bekannt, dass Faurecia den Zuschlag für den Familienanteil in Höhe von 60 Prozent erhält. Zwei Tage später traten dann die beiden Geschäftsführer Rolf Breidenbach (Hella) und Patrick Koller (Faurecia) vor die Presse, erklärten die nun vereinbarte Transaktion und gaben einen Ausblick auf die Zukunft des bald entstehenden Gesamtkonzerns.

Über den Autor

 Sven Prawitz

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Fachredakteur, »Automobil Industrie« und Next Mobility