Automobilzulieferer

Ficosa liefert virtuellen Außenspiegel für Audi

| Redakteur: Maximiliane Reichhardt

Das neue Audi-Modell „E-Tron“ ist eines der ersten Fahrzeuge mit virtuellen Rückspiegeln.
Das neue Audi-Modell „E-Tron“ ist eines der ersten Fahrzeuge mit virtuellen Rückspiegeln. (Bild: AUDI AG)

Der Automobilzulieferer Ficosa entwickelt den virtuellen Rückspiegel des neuen Audi-Modells „E-Tron“. Das Fahrzeug mit Kamerasystem soll Ende 2018 auf den Markt kommen.

Der Automobilzulieferer Ficosa liefert den digitalen Rückspiegel für den neuen Audi E-Tron. Der virtuelle Außenspiegel, auch CMS (Camera Monitoring System) genannt, soll ein neues, sicheres Fahrerlebnis bieten. Zwei Kameras sitzen dabei an der gleichen Stelle wie klassische Außenspiegel, jeweils auf der Fahrer- sowie Beifahrerseite. Die Bilder der Kameras werden auf zwei berührungs-empfindliche Displays im Fahrzeuginneren übertragen. Die Technik soll gemeinsam mit dem E-Tron Ende 2018 auf den Markt kommen.

OLED-Display mit Touch-Funktion

Die Kameras sitzen in einem kleinen Arm und senden ein latenzarmes Bildsignal an die 7-Zoll-OLED-Displays. Dank der taktilen Anzeige kann der Fahrer das Bild auf die gewünschte Größe und seine Sitzposition einstellen. Der virtuelle Außenspiegel soll zugleich das Fahrgefühl verbessern und Sicherheit für den Fahrer bieten: Auf den Bildschirmen ist ein breiteres Sichtfeld zu sehen, in dem es keinen toten Winkel gibt. Zudem liefert er ein blendfreies Bild und bietet eine verbesserte Nachtsicht. Auch die Aerodynamik des Fahrzeugs soll durch die geringere Größe des Kameraarms gegenüber konventionellen Außenspiegeln besser sein.

Die automatische Kamerakalibrierung soll dem Fahrer helfen, sich an Warnungen, die auf dem Bild erscheinen, anzupassen. Darüber hinaus soll das CMS auch Störungen oder Verschmutzungen erkennen. Die Kameras sind zudem mit einem High Dynamic Range (HDR)-Sensor mit LED-Flimmerdämpfungstechnik ausgestattet. Dieser Sensor soll das Flackern reduzieren und so für eine gute Bildqualität sorgen.

Technologischer Wandel

Der virtuelle Außenspiegel wurde vom Geschäftsbereich ADAS der Ficosa Gruppe in Viladecavalls (Spanien) entwickelt. Die Arme, die die Kameras an der Außenseite des Fahrzeugs tragen, werden am Standort Wolfenbüttel hergestellt und zum Gesamtsystem endmontiert. Mehr als 90 Ingenieure haben an dem CMS-Projekt gearbeitet. „Rear-View-Systeme sind das Kerngeschäft von Ficosa, für uns ist daher die erste Einführung eines CMS auf dem europäischen Markt ein Meilenstein in unserem technologischen Transformationsprozess“, so Javier Pujol, CEO von Ficosa.

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