Elektromobilität Ford-Joint-Venture für Batteriezellen expandiert nach Europa

Autor: Sven Prawitz

Blue Oval SK, das Gemeinschaftsunternehmen von Ford und SKI, wird auch in Europa Batteriezellen produzieren. Darüber hinaus prüft der OEM, mehr Software und eigene Halbleiterchips zu entwickeln.

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Der F-150 Lighting ist der Vorbote von Fords vollelektrischer Modellpalette.
Der F-150 Lighting ist der Vorbote von Fords vollelektrischer Modellpalette.
(Bild: Ampnet/Ford)

Mitte Mai kündigten Ford und SK Innovation ein Batterie-Joint-Venture an. Zunächst für den amerikanischen Markt. Das Gemeinschaftsunternehmen – das noch nicht final gegründet wurde – soll nun auf den europäischen Markt expandieren, berichtet Economic Times Auto. Dem Medium zufolge hat sich der Ford-Manager Hau Thai-Tang (Chief Product Platform and Operations Officer) entsprechend auf einer Konferenz von JP Morgan geäußert.

„Wir freuen uns sehr über dieses Joint Venture“, wird Thai-Tang zitiert. „Es wird sicherlich auch auf Europa ausgedehnt werden.“ Wann die Expansion erfolgen soll, ließ er dabei offen. Im Jahr 2030 wolle Ford für Batteriezellen eine Kapazität von mindestens 240 GWh installiert haben. Das entspreche global zehn Werke, schreibt Economic Times weiter. Im Mai hatten der Autohersteller und der Zulieferer zunächst eine geplante Kapazität von 60 GWh kommuniziert. Nun heißt es, Ford plane 140 GWh für Nordamerika, den Rest für andere Regionen inklusive Europa und China.

Künftig mehr eigene Software und eigene Mikrochips

Thai-Tang habe weiter berichtet, dass Ford neben der Batteriemontage die Produktion von E-Achsen in seinen Werken installiert hat. Der OEM plane zudem, die Entwicklung von Software und Halbleiterchips stärker ins eigene Unternehmen zu integrieren.

Mit dem Mustang Mach-E und dem Pickup F-150 Lighting hat Ford zwei prestigeträchte Modelle entwickelt. Neu-CEO Jim Farley hat weitere E-Autos angekündigt und will den traditionsreichen OEM kräftig umkrempeln. In Europa etwa sollen ab 2030 ausschließlich vollelektrische Pkw angeboten werden.

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Fachredakteur, »Automobil Industrie« und Next Mobility