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Motorsport Engineering Ford startet 2016 mit GT wieder in Le Mans

Redakteur: Wolfgang Sievernich

Ford kehrt an die Stätte seiner größten Erfolge im Motorsport zurück und will im kommenden Jahr bei den 24-Stunden von Le Mans, der Weltmeisterschaft und der USSCmit Werkseinsatz starten.

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Ford tritt gegen Porsche, Ferrari, Corvette und Aston Martin an.
Ford tritt gegen Porsche, Ferrari, Corvette und Aston Martin an.
(Foto: Ford)

Das 50. Jubiläum des Dreifachsieges des klassischen Ford GT im Jahre 1966 hätte man kaum besser feiern können, als mit einer Rückkehr. Zu diesem Anlass will Ford mit einem Werksprogramm und vier Fahrzeugen im kommenden Jahr an die Sarthe zurückkehren und gegen Porsche, Ferrari, Corvette und Aston Martin antreten. Der Ford GT wird in der Klasse GTE starten und basiert auf dem im Januar 2015 präsentierten Supersport-Serienfahrzeug.

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Vier Werkswagen in Le Mans

Der Start der vier Ford GT soll zugleich an den historischen Dreifachsieg der Marke im Jahre 1966 erinnern, als drei Ford GT40 Mk II alle drei Podestplätze eroberten. Zeitgleich startet die limitierte Serienversion des Sportwagens in den Verkauf. „Mit dem Einsatz des GT40 in den 1960er-Jahren hier in Le Mans wollte Henry Ford II. beweisen, dass sein Unternehmen in der Lage ist, die erfolgreichsten und legendärsten Hersteller der Sportwagen-Szene zu schlagen.“ Nachdem sich Ferrari damals geweigert hatte, sich vom US-Konzern übernehmen zu lassen, baute man einen eigenen Supersportwagen, um Ferrari beim wichtigsten Rennen des Jahres zu schlagen.

Einsatzteam Chip Ganassi

Starten will Ford neben dem 24-Stunden-Rennen in Le Mans auch in der WEC und der US-amerikanischen Tudor United SportsCar Championship (USSC). Sein Renndebüt gibt der weitgehend aus Kohlefaser-Komponenten gefertigte Wagen im Januar 2016 bei den 24 Stunden von Daytona in Florida/USA. Als Einsatzteam fungiert der US-Rennstall Ganassi, der in Le Mans unter dem aus der NASCAR-Serie bekannten Namen "Chip Ganassi Racing with Felix Sabates" (CGRFS) antritt. In Le Mans soll CGRFS vier Ford GT einsetzen, die Fahrer werden zu einem späteren Zeitpunkt benannt.

„Wir haben viele Rennen und Meisterschaften gewonnen, aber wir sind noch nie in Le Mans gefahren", sagt Teambesitzer Chip Ganassi. "Als wir gefragt wurden, ob wir den brandneuen Ford GT beim wichtigsten Sportwagenrennen der Welt einsetzen wollen - noch dazu beim 50. Jubiläum eines der sagenumwobensten Triumphe der Motorsportgeschichte: Welches Rennteam hätte da nein sagen können? Wird es eine Herausforderung? Auf jeden Fall. Aber wir könnten sie mit keinem besseren Partner angehen als mit Ford".

Amerikanische Entwicklungspartner

Entwicklungspartner des Projekts sind Multimatic, Roush Yates und CGRFS. Ford und Multimatic zeichneten für die Konstruktion und die umfangreichen Tests verantwortlich, Ganassi setzte die Erkenntnisse in die praktische Entwicklung um, und Roush Yates verstärkte Ford bei der Entwicklung des 3,5-Liter-EcoBoost-V6. Der 3,5-Liter-EcoBoost-V6-Motor wurde erstmals in der USCC im letzten Jahr eingesetzt.

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