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Elektromobilität Hyundai und Kia beauftragen Elektroplattform bei Canoo

| Redakteur: Sven Prawitz

Das Start-up Canoo unterstützt die Hyundai Motor Group künftig bei der Entwicklung einer E-Auto-Plattform. Mit dieser will der Autohersteller günstiger und schneller E-Autos von Hyundai und Kia auf den Markt bringen.

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Hyundai will in Kooperation mit Canoo eine E-Auto-Plattform basierend auf Canoo's Skateboard entwickeln.
Hyundai will in Kooperation mit Canoo eine E-Auto-Plattform basierend auf Canoo's Skateboard entwickeln.
(Bild: Hyundai)

Die Hyundai Motor Group beauftragt das Start-up Canoo, gemeinsam eine Elektrofahrzeug-Plattform auf der Basis des Canoo-eigenen Skateboard-Designs für kommende Hyundai- und Kia-Modelle zu entwickeln. Nach einer Mitteilung von Hyundai unterstützt Canoo mit Engineering-Dienstleistungen für eine skalierbare, rein elektrische Plattform.

Neben einem vereinfachten, weil standardisierten Entwicklungsprozess erwarte Hyundai niedrigere Kosten für seine Elektrofahrzeuge und auch eine geringere Komplexität in den eigenen E-Auto-Montagelinien. Der Automobilhersteller wolle mit diesen Maßnahmen schneller auf sich ändernde Marktanforderungen reagieren können.

„Wir waren sehr beeindruckt von der Schnelligkeit und Effizienz, mit der Canoo seine innovative EV-Architektur entwickelt hat“ kommentiert Albert Biermann, Leiter der Forschung und Entwicklung der Hyundai Motor Group.

E-Auto-Plattform reduziert Komplexität

Das Skateboard von Canoo ist ein sogenanntes Rolling Chassis, in dem die wichtigsten Komponenten eines E-Fahrzeugs untergebracht sind. Der Schwerpunkt liege auf der funktionalen Integration, heißt es seitens Hyundai. Demnach sollen alle Komponenten so viele Funktionen wie möglich bieten. Das reduziere die Größe, das Gewicht und die Gesamtzahl der Teile des Skateboards.

Auf die Plattform passen unterschiedliche Karosserieaufbauten. Auch die Zulieferer Benteler und Bosch entwickeln eine vergleichbare Plattform – das Benteler Electric Drive System. Erste Kunden sind hier Pininfarina und Evergrande.

Bekanntestes Beispiel der Branche ist die MEB-Plattform des VW-Konzerns. Diese wird mittlerweile auch anderen OEMs angeboten. So wollen E.Go Mobile und Ford darauf Fahrzeuge aufbauen.

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