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Autosalon Genf 2019

Volkswagen findet mit E.Go Mobile ersten Partner für MEB

| Redakteur: Svenja Gelowicz

Der Volkswagen-Konzern wird seinen Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) auch anderen Herstellern anbieten. Erster Partner ist der E-Autohersteller E.Go Mobile. Außerdem zeigte der Hersteller beim sogenannten Konzernabend des Genfer Salons ein neues und außergewöhnliches Fahrzeug.

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Zeigt den Medien am Vorabend des Genfer Autosalons den neuen ID Buggy: VW-Konzernchef Herbert Diess (rechts im Fahrzeug).
Zeigt den Medien am Vorabend des Genfer Autosalons den neuen ID Buggy: VW-Konzernchef Herbert Diess (rechts im Fahrzeug).
(Bild: Christian Otto/Automobil Industrie)

Der VW-Konzern hat einen ersten Partner zur Nutzung seines Baukastens für Elektromodelle gefunden. Der Aachener Elektrofahrzeughersteller „E.Go“ will Technik von VW nutzen, wie der Automobilhersteller am Montag (4. März) vor der Eröffnung des Internationalen Automobilsalons in Genf mitteilte.

Durch eine möglichst umfangreiche Verbreitung des MEB und die damit verbundenen Skaleneffekte sollen die Kosten der E-Mobilität deutlich gesenkt werden. Damit soll individuelle Mobilität auch künftig für viele Menschen bezahlbar und nutzbar sein, erklärte Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG. Der Volkswagen Konzern plant – so Diess – in einer ersten Phase rund 15 Millionen reine E-Fahrzeuge auf der Basis des MEB. Als erster externer Partner soll E.Go Mobile den Baukasten nutzen, um Elektroautos auf den Markt zu bringen, die das Volkswagen-Programm ergänzen. Ein konkretes Fahrzeugprojekt wird derzeit geplant. Mit dem ID Buggy zeigt Volkswagen beim Genfer Automobilsalon die Variabilität des MEB auch für Kleinserien.

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Diess: „Dass wir Plattform-Profis sind, haben wir mit unserem Modularen Querbaukasten bewiesen. Auf dieser Plattform basieren über 100 Millionen unserer Fahrzeuge. Mit der MEB-Plattform übertragen wir dieses Erfolgskonzept in das Elektrozeitalter und öffnen uns Dritten. Der MEB soll als Standard der E-Mobilität etabliert werden.“ Selbst emotional gestaltete Kleinserienfahrzeuge wie der ID Buggy ließen sich basierend auf der Plattform einfach und kostengünstig realisieren. Günther Schuh, CEO von E.Go Mobile, ergänzt: „Wir werden durch die MEB-Plattform noch schneller, robuster und kostengünstiger.“

VWs unkonventionelles Fahrzeug: ID Buggy

Dass Elektromobilität auch mit pfiffigen Fahrzeugen daherkommen kann, zeigt VW mit der Studie ID Buggy. Das grüne Gefährt ist auch eine Reminiszenz an ein altes Fahrzeugkonzept des OEMs. Dass sich damit aber nun alle Zweifler an der reinen E-Mobilität überzeugen lassen, bleibt fraglich. VWs Partnerschaft mit Günther Schuh, der als E-Auto-Pionier gilt, ist ein starkes Signal. Immerhin bringt das junge Unternehmen gerade ein kleines elektrisches Fahrzeug namens Life und einen People Mover mit ZF zusammen auf den Markt.

Partnerschaft von Volkswagen und E.Go Mobile

Den Nischenansatz von E.Go Mobile mit dem Volumenansatz von VW zu kombinieren, findet Diess „sehr interessant“. Schuh wiederum betonte, dass es nicht schwer sei ein E-Fahrzeug zu bauen, sondern eins, das finanzierbar zu bauen sei. Diess wiederum wiederholte sein Mantra: „E-Mobilität funktioniert. Es bedeutet Investitionen, ist aber der richtige Weg.“

Mit Material von ampnet und dpa

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