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Entwicklung IAV erweitert Prüfkapazitäten für Antriebe

Autor: Thomas Günnel

Strenge Emissionsvorschriften erfordern präzise Messungen über alle Fahrzeugklassen hinweg. IAV hat deshalb in Berlin sein Prüfzentrum erweitert.

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Der Entwicklungsdienstleister IAV hat sein Prüfzentrum in Berlin erweitert.
Der Entwicklungsdienstleister IAV hat sein Prüfzentrum in Berlin erweitert.
(Bild: Bierwagen/IAV)

Der Entwicklungsdienstleister IAV hat an seinem Standort in Berlin einen neuen Emissionsrollenprüfstand in Betrieb genommen. Hier messen acht bis zehn Mitarbeiter alle gasförmigen Standardemissionen, inklusive der Partikelmasse und -Anzahl; auch für die Grenzwerte der Abgasnorm EU6. Spätestens bis Anfang 2021 will das Unternehmen in dem Labor eine 300-Kilowatt-DC-Schnellladesäule installieren: um die Reichweite von E-Fahrzeugen zu messen und um die Energieströme von Batteriespeichern zu untersuchen.

Für Pkws und Nutzfahrzeuge

Die Testanlage eignet sich für Pkws aller Antriebsarten bis hin zu mittelschweren Nutzfahrzeugen bis zu einem Gesamtgewicht von knapp 4.800 Kilogramm. Die Allrad-Rollenprüfanlage liefert eine Systemleistung von 150 kW pro Achse. Beim Abfahren der Testprofile im Labor unterstützen Fahrroboter die Mitarbeiter vor Ort.

Insgesamt verfügt IAV in Berlin über vier Rollenprüfstände mit Emissions- und Leistungsmesstechnik, darunter eine Höhenklimarolle. Hier lassen sich Drücke zwischen 500 bis 1.000 Millibar und Temperaturen von minus 30 °C bis plus 40 °C simulieren, zum Beispiel für die Vor- und Nachbereitung von Erprobungsfahrten in klimatischen Extremen.

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Über den Autor

 Thomas Günnel

Thomas Günnel

Redakteur/Fachjournalist, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE