Neue E-Modelle Kia will in Deutschland weiter wachsen

Das Gespräch führte Andreas Wehner

Im vergangenen Jahr gehörte Kia zu den wenigen Marken in Deutschland, die bei den Neuzulassungen zulegen konnten. Das soll so weitergehen, wie Geschäftsführer Thomas Djuren im Interview ankündigte.

Thomas Djuren, Geschäftsführer (COO) von Kia Deutschland.
Thomas Djuren, Geschäftsführer (COO) von Kia Deutschland.
(Bild: Olaf Gallas)

Herr Djuren, die meisten Hersteller mussten aufgrund von Corona und wegen der Chipkrise 2021 bei den Neuzulassungen teils kräftige Einbußen hinnehmen, Kia konnte dagegen um 2,4 Prozent zulegen und verkaufte fast 66.000 Fahrzeuge. Wie haben Sie das geschafft?

Auch wir spüren die Halbleiterkrise, waren aber nicht so sehr von den Engpässen betroffen wie manch andere Hersteller. Hinzu kommt, dass wir eine große Nachfrage wahrnehmen, vor allem bei den elektrifizierten Modellen. In Summe ist es uns gelungen, unser zweitbestes Zulassungsergebnis einzufahren und beim Marktanteil erstmals 2,5 Prozent zu erreichen.

Gehen Sie davon aus, dass sich Kia auch in diesem Jahr besser entwickeln wird als der Gesamtmarkt?

Wir liegen per Ende Februar um 37,2 Prozent im Plus, während der Gesamtmarkt nur um 5,6 Prozent gewachsen ist. Unser Marktanteil lag auch in den ersten beiden Monaten weiter bei 2,5 Prozent. Wir rechnen jedoch mit einem leichten Rückgang, sobald die Produktion im Wettbewerb wieder anzieht, verzeichnen aber zugleich einen hohen Auftragseingang. Vor allem der Sportage wird stark nachgefragt. Auch beim EV6 übertreffen die Bestellungen unsere Erwartungen. Generell gehen wir also davon aus, dass wir 2022 weiter wachsen werden. Unser Ziel sind 70.000 Neuzulassungen.