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Wirtschaft Kleinwagen: neu und unter 10.000 Euro

Autor / Redakteur: Wolfgang Pester / Thomas Günnel

Das Angebot preiswerter Autos unter 10.000 Euro ist groß wie selten. Die aufgeführten Modelle sind lediglich eine Auswahl, denn von Dacia, Lada, Opel und von Seat, Skoda, Suzuki sowie von Toyota als auch von VW gibt es im Handel ein Dutzend weiterer Modelle, die die 10.000-Euro-Grenze unterbieten.

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Das Angebot preiswerter Autos unter 10.000 Euro ist groß wie selten. Der Renault Twingo ist nur ein Beispiel, auf dem Markt finden sich ein Dutzend weiterer Modelle, die die Preisgrenze unterbieten.
Das Angebot preiswerter Autos unter 10.000 Euro ist groß wie selten. Der Renault Twingo ist nur ein Beispiel, auf dem Markt finden sich ein Dutzend weiterer Modelle, die die Preisgrenze unterbieten.
(Foto: Renault)

Als schickes Stadtmobil gibt sich der facegeliftete Mitsubishi Space Star. Er kam vergangenen Monat mit neuer Front- und Heckgestaltung, vor allem aber mit technischem Feinschliff in die Schauräume der deutschen Händler. Leider wird der Neue um 1.000 Euro bis 1.500 Euro teurer. Im Netz war er bis dato bereits ab 6.970 Euro als Neuwagen zu finden – statt für 9.990 Euro laut Listenpreis des Herstellers. Doch bis Ende August gibt es ihn als Einführungsedition mit 2.000 Euro Preisnachlass. So bringt es der 3,80 Meter kurze Fünftürer Space Star 1.0 auf einen Basispreis von 7.990 Euro. Unterhalb dieses Preises sind derzeit lediglich Pkw von Dacia und Lada zu haben. Das Basismodell mit fünf Jahren Garantie treibt ein Dreizylinder-Benzinmotor mit 1,0 Liter Hubraum an, der maximal 52 kW/71 PS leistet und im EU-Testzyklus 4,2 l/100 km verbraucht – entsprechend einem CO2-Wert von 96 g/km. Die Insassen des Space Star können sich auf Front- und Seitenairbags vorn sowie Kopfairbags vorn und hinten verlassen als auch auf ABS, ESP, aktives Bremslicht, Bremsassistenten und einiges mehr an Sicherheitsfeatures. Ebenso ist ein Bordcomputer serienmäßig mit an Bord.

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Der Kia Picanto

Im frisch überarbeiteten Outfit ist der kleine Kia Picanto ins Modelljahr 2016 gestartet. Mit drei Türen ist er ab Werk für 8.990 Euro zu haben, mit fünf Türen kostet das Einstiegsmodell 9.440 Euro. Für das Geld gibt es schon in der Basisversion je zwei Front-, Seiten- und Vorhangairbags, aktive Kopfstützen und Gurtstraffer, Antiblockier- und Schleuderschutzsystem, Bremsassistenten sowie eine Gegenlenkunterstützung. Auch Klimaanlage und Bordcomputer sind dabei. Kia gibt für den 1,0-l-Dreizylinder-Benziner (49 kW/66 PS) im Basismodell Picanto 1.0 CVVT den EU-Normverbrauch mit 4,5 l/100 km (105 g CO2/km) an, der auch dank Energierückgewinnung und serienmäßiger Schaltpunktanzeige zustande kommt. Für Preise ab 10.090 Euro ist der Picanto auch in der besonders sparsamen Autogasversion (LPG) zu finden.

Der Renault Twingo

„Très chic“ tritt die dritte Generation des Renault Twingo auf, der ab 9.690 Euro zu haben ist. Wer sucht, der findet ihn im Online-Handel momentan auch schon für Preise um 7.500 Euro. Dafür gibt es einen Fünftürer mit vier Airbags, ABS, Schleuderschutz (ESP) sowie Bordcomputer, LED-Tagfahrlicht und Seitenwindassistent. Für sperriges Transportgut lässt sich die Rücklehne einteilig umklappen. Als Antrieb dient in der Basisversion Life ein 52 kW/71 PS starker 1,0-l-Dreizylinder-Benzinmotor, der im Normzyklus 4,7 l/100 km verbraucht (111 g CO2/km). Den Kleinen mit Heckantrieb gibt es auch mit 66 kW/90 PS Leistung im Twingo Luxe Energy TCe 90 für einen Mehrpreis von etwa 2.300 Euro. Nach EU-Norm verbraucht er 4,3 l/100km (99 g CO2/km), in unserem Fahrtests waren es 5,6 l/100 km. Er schafft den Spurt in knapp elf Sekunden von null auf 100 km/h und maximal 165 km/h. Sein etwas schwächerer Bruder sprintet in 14,5 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und schafft als höchste Geschwindigkeit gut 150 km/h.

Der Fiat Panda

Die Händler von Fiat verlangen aktuell für den Panda in der Basisversion „My Style 1,2 8V“ knapp 8.000 Euro. Der Kleinwagen mit 51 kW/69 PS leistenden Vierzylinder-Benzinmotor wird manuell per Fünfganggetriebe geschaltet und erreicht 164 km/h Höchstgeschwindigkeit. Im EU-Verbrauchszyklus soll er sich mit 4,7 l/100 km begnügen, was einem CO2-Ausstoß von 111 g/km entspricht. Zur Serienausstattung gehören neben vier Airbags, ABS und ESP auch Isofix-Befestigungen für Kindersitze sowie aktive Kopfstützen vorn. Wer die Suche auf Neuwagen bis 10.000 Euro ausdehnt, hat bei Fiat-Modellen die Wahl zwischen besser ausgestatteten Versionen des Panda oder unterschiedlichen Varianten des Fiat 500 und des Punto – teils sogar mit Klimaanlage, Navigationssystem, Bordcomputer und Freisprecheinrichtung.

Der Hyundai i10

Der kleine Hyundai i10 ist schon gegenwärtig für weniger als 8.000 Euro zu haben, auch mit Autogasbetrieb (LPG). Die umfassend ausgestattete Variante „Trend“ mit Lenkrad- und Sitzheizung sowie Audio- und Multimediapaket sind auf Onlineportalen schon für Preise unter 10.000 Euro zu finden. Selbst die Basisversion hat ein Sicherheitspaket mit Front-, Seiten- und Vorhangairbags, ABS und ESP, Bremsassistent, Außentemperaturanzeige sowie automatischer Warnblinkaktivierung bei starken Bremsungen. Ebenso ist ein Bordcomputer serienmäßig an Bord. Einstiegsmotor ist der 1,0-l-Dreizylinder mit 49 kW/67 PS Leistung, der den i10 auf maximal 155 km/h beschleunigt. Der Kleinwagen mit serienmäßiger Start-Stopp-Automatik begnügt sich im Normzyklus mit 4,6 l/100 km, entsprechend einen CO2-Ausstoß von 106 g/km; bei der LPG-Version sind es 104 g CO2/km.

Nissan Micra und Note

Nissan ist mit den Modellen Micra und Note bei Neuwagen unter 10.000 Euro derzeit doppelt vertreten, wobei die Listenpreise auch hier eigentlich höher liegen. Doch sind auf Webportalen aktuell von beiden Modellen unterschiedliche Versionen sehr günstig zu haben – wohlgemerkt nicht als Grauimporte, sondern als deutsche Ausführung. Der kleinere Micra ist inzwischen fast ein Klassiker unter den Kleinwagen, den Nissan seit 1982 in mehreren Generationen baut. Die Japaner setzen auf Sicherheit auch bei kleinem Preis: Sechs Airbags, ESP, ABS und Isofix-Befestigungen für Kindersitze gibt es schon im Einstiegsmodell. Als Antrieb dient ein 1,2-l-Dreizylinder mit 59 kW/80 PS Leistung, der dem Micra eine Geschwindigkeit von bei 170 km/h erreichen lässt. Der Benzinverbrauch im Normzyklus beträgt 5,0 l/100 km – beziehungsweise emittiert der Motor 115 g CO2/km.

Smart ForTwo Coupé

Smart verlangt üblicherweise für das ForTwo Coupé ab 10.485 Euro und für den ForFour mindestens 11.145 Euro. Beide sind aktuell auch schon für vierstellige Preise zu haben. Wobei für den Viersitzer als Benziner mit 52 kW/71 PS Leistung im EU-Testzyklus 3,8 l/100 km (97 g CO2/km) auf dem Papier stehen. Mit Start-Stopp-System, Bordcomputer, Tempomat und markentypischer Sicherheitsausstattung schafft er es, als Neuwagen nur in vereinzelten Händlerangeboten knapp unter der 10.000-Euro-Grenze zu bleiben. Das wendige, nur 2,69 m lange zweisitzige ForTwo Coupé ist in der Grundausstattung mit 45 kW/61 PS starkem Dreizylinder-Benzimotor ohne Extras bereits ab 9.700 Euro zu finden. Übrigens ist es auch leicht möglich, mehr als das Dreifache für den Smart ForTwo auszugeben – so etwa für eine 75 kW/102 PS starke Variante des Fahrzeugtuners Brabus unter anderem mit edlem Soundsystem.

Ford Ka

Den aktuelle Ford Ka will Fiat nur noch bis Ende April im polnischen Werk Tychy produzieren – wo er seit acht Jahren auf der Plattform des Fiat 500 gefertigt wird. Der neue Ka basiert auf dem Ford Fiesta und soll noch dieses Jahr seinen Marktstart in Deutschland haben. Ein Grund etwa, dass es den kleinen Ford Ka für unter 10.000 Euro gibt. Beim Fiesta reibt sich der Betrachter dann doch die Augen, denn tatsächlich bieten momentan Händler im Web den kleinen Kompakten sogar für Preise deutlich unter 9.000 Euro an. Dafür gibt es dann die Fiesta-Version mit 1,25-l-Benzinmotor mit 44 kW/60 PS, der im Normzyklus 5,2 l/100 km verbraucht (122 g CO2/km). Zur Ausstattung gehören Audiosystem, elektrische Fensterheber und Seitenspiegel sowie Front-, Seiten- und Vorhangairbags, ABS, ESP, Isofix-Befestigungen für Kindersitze und auch Tagfahrlicht. Wer weniger Platz braucht, dafür aber einen etwas leistungsstärkeren Motor möchte, findet den aktuellen Ka als Benziner mit 51 kW/69 PS schon ab 7.980 Euro. Er ist ebenfalls umfangreich ausgestattet, verbraucht mit 5,3 l/100 km aber etwas mehr. Doch auch sparsamere Modellversionen des Ka mit Start-Stopp-Technik sind als Neuwagen derzeit für vierstellige Eurobeträge zu haben.

Citroen C1, Peugeot 108, Toyota Aygo

Augen auf beim Autokauf - das gilt momentan auch bei den Drillingen Citroën C1, Peugeot 108 und Toyota Aygo, die auf derselben Plattform basieren und im Gemeinschaftswerk im tschechischen Kolin vom Band laufen. Den 1,0-l-Benzinmotor mit 51 kW/69 PS Leistung gibt es in jedem Drilling. Einzelne Citroën-Händler bieten online den C1 für Preise unter 7.000 Euro an, während es beim Peugeot 108 erst ab 7.800 Euro losgeht und der Toyota Aygo eher um 9.000 Euro kostet. Beim C1 und 108 liegen in den Basisversionen der Verbrauch im Normzyklus bei 4,1 l/100 km, beim Aygo sind es 3,8 l/100km (entsprechend einem CO2-Wert von 95 g/km beziehungsweise 88 g/km). Das französisch-japanische Trio wird ebenfalls mit umfassendem Sicherheitspaket, mit Bordcomputer und teils auch mit Klimaanlage an die Kunden ausgeliefert. Die Preise gelten jeweils für deutsche Ausführungen, es handelt sich dabei nach Angaben der anbietenden Händler nicht um Grauimporte.

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