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KSPG gibt Ausblick auf IAA Nutzfahrzeuge

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Division Hardparts

Die Division Hardparts umfasst unter anderem die Entwicklung und Herstellung von Pkw-, Lkw- und Groß-Kolben. Eine Neuentwicklung, deren Marktstart für das Jahr 2014 geplant ist, ist ein patentiertes Design-Konzept eines gewichtsreduzierten Stahlkolbens. Dieser soll den Verbrauch um bis zu vier Prozent senken. Als Material kam Stahl deshalb zum Einsatz, „weil wir damit mehr Gewicht sparen können, als mit Aluminiumkolben“, erklärt Binnig. Was zu nächst wie ein Widerspruch klingt, lässt sich technisch einfach erklären: Stahlkolben benötigen eine geringere Wandstärke als vergleichbare Kolben aus Aluminium, um den Bedingungen beim Motorbetrieb standzuhalten.

Rund 40 Gramm betrage die Ersparnis gegenüber einem Aluminiumkolben. Zudem sind die Abmaße des Stahlkolbens geringer – das Gesamtsystem aus Kolben und Pleuel benötigt dementsprechend weniger Bauhöhe, was wiederum die Gesamthöhe des Motors verringert. Eine Tatsache, die sich positiv auf den Bauraum für die Motorsteuerung auswirken kann – etwa den Ventiltrieb.

Neu entwickelter Ventiltrieb

Unter dem Namen Univalve präsentiert das Unternehmen ein neues Ventiltriebsystem, das in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Kaiserslautern entstanden ist. Es ähnelt in seinem Aufbau und den Funktionen der Valvetronic von BMW. Die Öffnungs- und Schließzeiten sowie der Ventilhub sind einstellbar. Zudem ist die Zylinderabschaltung möglich. In Tests ergab sich bereits ein Vorsprung von Univalve gegenüber der Valvetronic: Univalve weist geringere Reibungsverluste auf und funktioniert rein mechanisch – und damit mit einem sehr hohen Wirkungsgrad. Zudem ist das System temperaturfest, da es vollständig ohne Hydraulikflüssigkeit funktioniert.

Bislang wollen drei Automobilhersteller das System in ihre Fahrzeuge implementieren. Der Produktionsstart ist für das Jahr 2013 geplant. Die KS Gleitlager, die der Division Hardparts angehört, stellt zudem ein bleifreies Galvaniklager und ein Zweistofflager für Hybridantriebe vor. Die Dauerhaltbarkeit des bleifreien Lagers sei demnach besser als bei den bleihaltigen Vorgängern. Die Schichtdicke ist entsprechend des Einsatzzweckes wählbar. Das Zweistofflager besteht nach Unternehmensaussagen aus einem neuen Werkstoff mit extrem feinen Silizium-Einlagerungen. Daraus resultierten deutlich geringere Verschleißraten und eine verbesserte Dauerfestigkeit.

Kompakter Range Extender

Bereits zur IAA Nutzfahrzeuge will KSPG den Demonstrationsträger eines gemeinsam mit der FEV GmbH – einem Entwicklungsdienstleister für Verbrennungsmotoren – entwickelten Versuchsfahrzeugs mit Range Extender vorstellen. Es handelt sich dabei um ein rein elektrisch angetriebenes Fahrzeug. Das neue Aggregat besteht aus einem Zweizylinder-Ottomotor in V-Bauweise mit einer vertikal stehenden Kurbelwelle und zwei Generatoren mit Zahnradantrieb. Der Motor leistet 30 kW. Alle Komponenten sind bis auf den Kraftstofftank und den Kühler auf einem Tragrahmen montiert.

Die stehende Kurbelwelle ermöglicht eine niedrige Bauhöhe, so dass sich das Modul im Unterflurbereich montieren lässt – zum Beispiel in der Reserveradmulde eines Kleinwagens. Insgesamt erreicht der Range Extender mit den Generatoren und allen dazugehörigen Teilen ein Gewicht von gut 60 Kilogramm. Der Versuchsträger befindet sich aktuell im Prüfstandseinsatz.

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