Suchen

Zulieferer Messring errichtet Crashtestanlage für GSK Protech

| Redakteur: Jens Scheiner

Die Firma Messring aus Krailling hat bei GSK Protech in Nanjing (China) erstmals in ihrer Firmengeschichte ein komplett ausgestattetes Dummy-Kalibrierlabor für einen Kunden geplant, ausgerüstet und Ende 2014 termingemäß in Betrieb genommen.

Firmen zum Thema

Die neue Crashtestanlage in Nanjiing (China) hat eine Gesamtlänge von 7.900 Quadratmetern und verfügt über 700 Sensoren.
Die neue Crashtestanlage in Nanjiing (China) hat eine Gesamtlänge von 7.900 Quadratmetern und verfügt über 700 Sensoren.
(Foto: Messring)

Wie das Unternehmen mitteilte war es für den chinesischen Zulieferer GSK Protech wichtig, seine Produkte wie Airbags und Elektronikteile auf eigenen Prüfständen zu testen. Deshalb entschied sich der Zulieferer Ende 2012 eine komplette Crashtestanlage inklusive Labor für Automatisierung und Kalibrierung von Sensoren am neuen Standort im Osten Chinas zu errichten.

Mehr als 700 Sensoren im Einsatz

Die gelieferte Messtechnik umfasst nach eigenen Angaben Datenerfassungsgeräte für analoge und digitale Sensoren sowie zusätzliche Komponenten für das Auslösen und Überwachen von pyrotechnischen Komponenten oder von Botschaften auf dem CAN-BUS des Fahrzeugs. Insgesamt hat GSK Protech derzeit 14 unterschiedliche Dummy-Typen in Nanjing im Einsatz. Dabei setzt der Zulieferer auf Messring´s entwickelte Testsoftware „CrashSoft“. Diese steuert Prüfstände, verwaltet alle Testinformationen und wertet Daten aus. Wie Messring mitteilte wurden auf der kompletten Anlage, inklusive der Dummys, über 700 Sensoren verbaut. Darunter befinden sich alleine für den InDummy-Bereich 112 Logger und 627 Messkanäle.

Die Crashtestanlage hat eine Gesamtfläche von 7.900 Quadratmetern (inklusive Vorbereitungsräumen und Labor). Die Länge, der eingebauten MicroTrack-Schienenanlage beträgt insgesamt 136 Meter, was Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 90 km/h bei Crashtests erlaubt. Zum Gesamtumfang der verbauten Anlagentechnologie zählen unter anderem der Elektromotor, der die Testfahrzeuge auf der Schienenanlage beschleunigt, zwei Filmgruben zur Video- und Fotodokumentation, ein Flying-Floor für Seitenaufprallversuche und diverse Spezialbarrieren. Die M=BUS Pro Onboard Messtechnik, die bei GSK Protech verbaut wurde, hat insgesamt 248 Messkanäle (200 für die Crashtesteinheit und 48 für die Schlittentests).

„Ich bin sehr stolz darauf, dass wir dieses spannende Projekt mit seiner umfangreichen Sensorik, Automatisierung, Softwareanwendung und Anlagentechnik so konstruktiv und erfolgreich beendet haben. Insgesamt hat der Kunde nun die Möglichkeit, mit 900 Messkanälen auf höchstem Niveau Crashtestversuche jeder Art durchzuführen. Mit dem Kalibrierlabor setzen wir neue Maßstäbe für integrierte Labortechnik und Testabläufe in ganz Asien“, erläutert Matthias Winkler, Manager Software & Hardware bei Messring und zugleich Projektleiter für den Kunden GSK Protech.

(ID:43516836)