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Opel Corsa-E: Die sechste Generation wird elektrisch

| Autor/ Redakteur: Mario Hommen/SP-X / Jens Scheiner

Bei neuen Elektro-Kleinwagen steigen die Reichweiten. Auch die E-Variante des neuen Corsa kommt mit einer Ladung ziemlich weit.

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Den neuen Opel Corsa stellt Opel zunächst in seiner rein elektrisch angetriebenen Version Corsa-e vor.
Den neuen Opel Corsa stellt Opel zunächst in seiner rein elektrisch angetriebenen Version Corsa-e vor.
(Bild: Opel)

Wenige Wochen vor dem Bestellstart für den neuen Corsa hat Opel erste Details zum E-Antrieb des Kleinwagens bekannt gegeben. Erwartungsgemäß entsprechen die Angaben den Daten der PSA-Schwestermodelle DS3 Crossback und Peugeot 208 – letzterer wird in seiner batteriebetriebenen Variante wohl einige Monate vor dem E-Corsa in den Schauräumen aufschlagen. Die drei Modelle, die allesamt auf der CMP-Plattform des französischen Herstellers stehen, bekommen einen 50-Kilowattstunden-Akku, der für eine theoretische WLTP-Reichweite von 330 Kilometern gut sein soll. Zum Vergleich: Der Opel Ampera-E, der noch immer nur sehr vereinzelt verfügbar ist und sicherlich auch bald offiziell auslaufen wird, kommt mit seinem 60-Kilowattstunden-Akku sogar unter realistischen Bedingungen immerhin etwa 380 Kilometer weit.

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So gesehen könnte man den Elektro-Corsa, der ja nur unwesentlich kleiner ist als der Ampera-E, als einen Rückschritt in Sachen E-Mobilität bei Opel ansehen. Hätte der neue Corsa nicht in Sachen Ladezeiten die Nase deutlich vorn: Denn das PSA-Kleinwagentrio zieht an der Wallbox beim einphasigen Laden 7,4 und beim dreiphasigen Laden bis zu 11 kW. Beim Ampera-E ist dagegen mit Wechselstrom bei 4,6 kW Schluss. Und so kann man den neuen Corsa im Idealfall in etwas mehr als fünf Stunden wieder „volltanken“, während der Ampera-E sich hierfür mindestens 15 Stunden Zeit nimmt. An der klassischen Haushaltssteckdose dürfte der Corsa schließlich auch schneller voll geladen sein als der Ampera, bei dem dort 2,3 kW möglich sind.

In 30 Minuten bis zu 80 Prozent geladen

In einer etwas fadenscheinigen Manier will Opel offiziell ausschließlich über märchenhafte 30 Minuten Schnellladezeit für 80 Prozent Akkustand sprechen – bis die Verbraucher aber in der Fläche einfachen Zugang zu 100-kW-Gleichstrom-Schnellladern haben, ist bekanntlich noch sehr, sehr viel Entwicklungsarbeit am deutschen Stromnetz und in der Ladeinfrastruktur zu leisten.

Wie Opel weiterhin verlauten lässt, stehen den künftigen E-Corsa-Fahrern drei Fahrmodi zur Auswahl: Für maximale Reichweite gibt es „Eco“, wer es flotter mag, kann alternativ zwischen „Normal“ oder „Sport“ wählen. Und längsdynamisch könnte der E-Corsa mit seinem 100 kW/136 PS und 260 Newtonmeter starken Elektromotor möglicherweise durchaus Laune bereiten. So verspricht Opel eine Sprintzeit aus dem Stand auf 100 km/h in 8,1 Sekunden. Zudem soll die Neuauflage des Corsa im Vergleich zum Vorgänger unter anderem dank des niedrigeren Fahrzeugschwerpunkts ein grundsätzlich dynamischeres Fahrverhalten bieten.

Darüber hinaus wurde der neue Corsa digital aufgerüstet. Optional gibt es einen rein displaybasierten Instrumententräger sowie einen Touchscreen in der Mittelkonsole für das Infotainmentsystem. Neben einer abgespeckten Version mit Sieben-Zoll-Display und Navigation steht auch eine Topvariante mit einer drei Zoll größeren Bildschirmdiagonale und Telematik-Service zur Wahl. Grundsätzlich soll der E-Corsa online sein, was dem Nutzer unter anderem eine Fernabfrage des Ladestatus per App erlaubt. Außerdem ist eine Einbindung von Echtzeit-Verkehrsinformationen und eine Direktverbindung von Pannenhilfe und Notruf möglich.

Was der ab Juni bestellbare neue Corsa kostet, sagt Opel bislang nicht.

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