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Alternative Antriebe Plug-in-Hybrid – E-Auto oder nicht?

Autor / Redakteur: sp-x / Christian Otto

Elektrisch fahren, Sprit sparen und trotzdem nicht mit leerem Akku liegen bleiben. Die Plug-in-Hybride vereinen das Beste aus zwei Welten. In mancher Rechnung gelten sie sogar als E-Autos.

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Der Nissan Leaf gilt als das meistverkaufte Elektroauto der Welt.
Der Nissan Leaf gilt als das meistverkaufte Elektroauto der Welt.
(Foto: Nissan)

Ist ein Auto mit Doppelherz-Antrieb und Steckdosenanschluss nun ein Elektroauto oder nicht? Daran scheiden sich die Geister vieler Experten. Mitsubishi zählt seinen Outlander Plug-in-Hybrid, der für knapp 40.000 Euro seit Ende vergangenen Jahres auf dem Markt ist, zu den E-Fahrzeugen und beansprucht für den Markt-Neuling gleich eine Führungsposition: Fast 17.000 Outlander PHEV sind europaweit von Januar bis Oktober zugelassen worden. Damit ist das SUV das meistverkaufte E-Auto Europas, so Mitsubishi. Zum Vergleich: Von einem alten Hasen auf dem Markt, dem Nissan Leaf, der als meistverkauftes Elektroauto der Welt gilt, wurden im gleichen Zeitraum rund 12.500 Exemplare europaweit verkauft.

Kriterium Steckdose

Viele Experten zählen alle Autos, die man an einer Steckdose aufladen kann, als Elektroautos. Darunter fallen dann sowohl rein elektrische Fahrzeuge wie der Nissan Leaf, als auch E-Autos mit Range-Extender, wie eine Variante des BMW i3, als auch Fahrzeuge mit einer Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor, deren Akku man an der Steckdose aufladen kann, wie den Outlander. Abgrenzen wollen sich die Plug-in-Hybride zu verschiedene Hybrid-Varianten, deren Akku während der Fahrt gespeist wird. Wegen der begrenzten Reichweiten der rein elektrischen Autos sehen viele Hersteller den Plug-in-Hybriden als die kurzfristig vielversprechendste Lösung für die Verbreitung der Elektromobilität. Sie liefern den Vorteil des elektrischen Fahrens kombiniert mit einer hohen Alltagstauglichkeit dank ihres Verbrennungsmotors.

Derzeit sind verschiedene Modelle auf dem Markt, wie zum Beispiel Toyota Prius PHEV (ab 36.600 Euro), Volvo V60 Plug-in-Hybrid (ab 56.200 Euro) oder Porsche Panamera S E-Hybrid (ab 104.221 Euro). In diesem Jahr neu hinzugekommen sind unter anderem die Mercedes S-Klasse mit Stecker (ab 108.944 Euro) und der Audi A3 Sportback E-tron (ab 37.900 Euro). Der Porsche Cayenne S E-Hybrid (ab 82.087 Euro) ist bereits bestellbar, der Golf GTE (ab 39.900 Euro) kommt im Dezember auf den Markt. Mit dem BMW X5 und dem Volvo XC90 folgen in den nächsten Monaten weitere Modelle mit Stecker.

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