Elektromobilität

PSA-Chef skeptisch über Entwicklung der E-Mobilität

| Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Sven Prawitz

Für die erfolgreiche Entwicklung der Elektromobilität ist aus Sicht von PSA-Chef Tavares ein gesamtheitlicher Ansatz entscheidend.
Für die erfolgreiche Entwicklung der Elektromobilität ist aus Sicht von PSA-Chef Tavares ein gesamtheitlicher Ansatz entscheidend. (Bild: PSA)

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Die Zurückhaltung bei Elektroautos wird meist mit den Produkten begründet. Doch die entwickeln sich gut. An anderer Stelle ist PSA-Chef Carlos Tavares deutlich skeptischer.

PSA-Chef Carlos Tavares hat vor großen Herausforderungen beim Umstieg auf Elektromobilität gewarnt. Notwendig sei ein 360-Grad-Blick, zitiert das britische Magazin „Autocar“ den PSA-Chef. Allein auf E-Auto-Verkäufe zu blicken, reiche nicht aus.

Aus Tavares Sicht gibt es ein ganze Reihe kritischer Punkte: Neben der in vielen Ländern mangelhaften Infrastruktur nennt der PSA-Chef die Aufbereitung und das Recycling alter Batterien, die Produktion sauberer Energie und die Gewinnung seltener Rohstoffe.

Regierungen und Städte hinken hinterher

„Die Automobilhersteller entwickeln sich schnell in diese Richtung, aber um die Städte und Regierungen bin ich etwas besorgt“, sagte Tavares laut dem britischen Magazin. Vielfach fehle ein kohärenter Ansatz. Wenn nicht alle Aspekte berücksichtigt werden, kann die ganze Entwicklung aus Sicht des Managers einen Rückschlag erhalten.

Die Einschätzung könnte ein Grund für das Zögern des Automobilherstellers sein. Bislang hat der Konzern keine eigenen Elektroautos. Die angebotenen Fahrzeuge werden zugeliefert. Allerdings hat PSA jüngst angekündigt, das Thema stärker voranzutreiben und eine Elektrosparte gegründet. Ziel ist es, bis 2025 von allen Modellen Elektroversionen anbieten zu können.

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