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The Tire Cologne Reifentechnologie: Auf Stroh in die Zukunft

Autor / Redakteur: Walther Wuttke/Ampnet / Sven Prawitz

Die Reifenmesse „The Tire“ in Köln zeigt visionäre Konzepte für den künftigen Autoreifen. Reifen und Rad verschmelzen dabei immer mehr. Aber auch für das Hier und Jetzt gibt es neue Reifen.

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Michelin Visionary Concept.
Michelin Visionary Concept.
(Bild: Michelin)

Der Reifen der Zukunft muss vielseitig sein und vollkommen neue Aufgaben übernehmen. Bei Michelin erwarten die Entwickler vom Reifen der übernächsten Generation Eigenschaften wie biologische Abbaubarkeit, Vernetzung sowie Pannen- und Verschleißwiderstand. Das „Visionary Concept“, das die Franzosen in dieser Woche auf der Kölner Reifenmesse „The Tire“ präsentieren, wird zwar noch einige Zeit auf sich warten lassen, doch die Richtung geht eindeutig zu einer Verschmelzung von Reifen und Rad zu einer Einheit.

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Diese Kombination soll dabei für den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs ausgelegt sein, und außerdem ist die luftlose Konstruktion pannensicher und widersteht, Großstadtbewohner können aufatmen, Attacken von Reifenstechern. Bei der Entwicklung der Wabenkonstruktion orientierten sich die Entwickler an der Natur. Die Lauffläche soll die typischen Fahreigenschaften der Marke aufweisen, lässt sich aber bei Bedarf per 3-D-Verfahren ersetzen. So kann der Fahrer zudem zwischen Sommer- und Winterreifen oder Geländegummis wählen.

Konnektivität – für Straße und Rennstrecke

Natürlich ist der Konzeptreifen konnektiv ausgelegt und informiert den Fahrer über den Zustand der Lauffläche. In einem „Print&Go-Center“ können dann die neuen Laufflächen ausgedruckt werden. Während Goodyear bei seinem Konzeptreifen auf Moos setzt, wählt Michelin unter anderem Stroh, Holzchips, Pflanzenrückstände und wiederaufbereitete Haushaltsabfälle wie Orangenschalen.

Für aktuell sportlich ausgerichtete Fahrer hat Michelin die Reifenüberwachung „Track Connect“ entwickelt, die auf der Reifenmesse in Köln mit einem Kreativpreis ausgezeichnet wurde. Die Sensorüberwachung funktioniert in Verbindung mit dem Reifen „Pilot Sport Cup 2“ und versorgt den Fahrer während der Fahrt auf der Rennstrecke mit aktuellen Daten. Zum ersten Mal steht jetzt eine digitale Anwendung zur Verfügung, die für den sportlich ambitionierten Hobbyrennfahrer entwickelt wurde. Vor dem Start werden Daten zur Rennstrecke, Straßen- und Witterungsverhältnisse eingegeben, die dann während der Fahrt mit den von der Sensorik gemessenen Temperatur- und Luftdruckdaten abgeglichen werden, so dass der Pilot bei Bedarf den Luftdruck für bessere Leistungswerte anpassen kann.

Gute Traktion im Geländeeinsatz

Die Michelin-Tochter BF Goodrich präsentiert in Köln einen neuen Reifen für harte Geländeeinsätze. Der „Mud-Terrain T/A KM3“ soll, so der Offroad-Spezialist, besonders gute Eigenschaften auf Matsch und hartem Fels bieten. „Der KM3 wurde speziell auf extreme Belastbarkeit und optimale Kraftübertragung entwickelt“, erklärt Harold Philipps, Global General Manager bei BF Goodrich. Nach Werksangaben besitzt der neue Reifen fünf Prozent mehr Traktion als sein Vorgänger. Um dies zu erreichen, entwickelten die Ingenieure massive Profilblöcke, die einen guten Grip bei jedem Anfahrtswinkel gewähren sollen. Dank der so genannten „Linear Flex-Zone“ kann sich der Reifen bei abgesenktem Luftdruck dem Untergrund anpassen, wodurch die Kraftübertragung zusätzlich optimiert wird.

Falken mit neuem Ganzjahresreifen

Im kommenden Monat geht der neue Ganzjahresreifen „Euroall Season AS210“ von Falken an den Start, der die halbjährlichen lästigen Boxenstopps zum Reifenwechsel überflüssig machen soll. Der erstmals in Köln gezeigte Reifen kommt mit einem deutlich verbesserten Aquaplaning-Verhalten zu den Kunden. Gegenüber dem Vorgänger verbesserten sich die entsprechenden Eigenschaften um acht Prozent. Die Nassbremswerte, so das Unternehmen, konnten um sechs Prozent optimiert werden.

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Beim Fahren passen sich die Lamellen des Reifenprofils der Traktionsrichtung an und sollen, so die Falken-Techniker, auch auf Schnee für guten Grip sorgen. Der Bremsweg auf verschneiten Straßen wurde deutlich verringert. Die Laufleistung konnte gegenüber dem Vorgängermodell um zehn Prozent gesteigert werden.

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