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Produktion Reimold: „Die bislang größte Herausforderung meines Berufslebens“

| Autor / Redakteur: Claus-Peter Köth / Jens Scheiner

Bis Mitte März liefen in Zuffenhausen täglich etwa 100 Porsche Taycan vom Band. Das zu ermöglichen war herausfordernd. Porsche-Produktionsvorstand Albrecht Reimold über die Integration des Elektro-Sportwagens in das Stammwerk, Erfahrungen mit der sogenannten Flexi-Line und die nächsten Schritte in Richtung „Porsche Produktion 4.0“.

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Albrecht Reimold ist Produktionsvorstand bei Porsche.
Albrecht Reimold ist Produktionsvorstand bei Porsche.
(Bild: Porsche)

Den ersten rein elektrisch betriebenen Sportwagen haben wir ganz bewusst in unser Stammwerk in Zuffenhausen integriert. Für uns bedeutete das eine doppelte Anstrengung: Die Besonderheiten einer E-Fahrzeugfertigung und die spezielle Situation, nämlich Mitten in der Stadt zu produzieren, unter einen Hut zu bringen. Um ehrlich zu sein, war das die bislang größte Herausforderung meines Berufslebens. Insgesamt haben wir mehr als 700 Millionen Euro in den Standort investiert, über drei Jahre hinweg das Werk umgestaltet und waren permanent in enger Abstimmung mit der Stadt Stuttgart; parallel dazu haben wir weiterhin täglich rund 250 zweitürige Sportwagen gefertigt. Das war eine Operation am offenen Herzen.

Sie ist geglückt und die Kunden sind zufrieden … .

Das ist das Fazit. Aber natürlich gab es bei einem Projekt dieser Größenordnung hier und da auch ein paar unvorhergesehene Ereignisse. Beim Bau der Lackiererei etwa mussten wir sehr viel Eigenleistung einbringen, da unser Anlagenbauer leider Insolvenz anmelden musste. Aber auch das haben wir mit einer tollen Mannschaftsleistung geschafft und am Ende nahezu eine Punktlandung hingelegt. Aktuell bauen wir noch das eine oder andere Gebäude, um die logistischen Prozesse zu optimieren. Das war notwendig, um die hohe Kundennachfrage und damit die gestiegenen Stückzahlanforderungen bewältigen zu können.

Über den Autor

 Claus-Peter Köth

Claus-Peter Köth

Chefredakteur