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Ausstellung Sachs: 120 Jahre Mobilität zum Anschauen

| Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Jens Scheiner

„Sachs-Ausstellung der ZF Friedrichshafen AG“ betitelt das Unternehmen vom Bodensee offiziell das, wozu Ottonormalbürger ganz einfach „Sachs Museum“ sagen würde – und vermutlich auch bald wird.

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Die aufkommende Mobilität der Menschen – im 19. Jahrhundert vorrangig per Rad – beflügelte die Nachfrage nach Kugellagern. Ernst Sachs konstuierte eine entsprechend gelagerte Radnabe – sie wurde ein Millionenseller.
Die aufkommende Mobilität der Menschen – im 19. Jahrhundert vorrangig per Rad – beflügelte die Nachfrage nach Kugellagern. Ernst Sachs konstuierte eine entsprechend gelagerte Radnabe – sie wurde ein Millionenseller.
(Foto: Dominsky)

Eine ehemalige Produktionshalle an der Ernst-Sachs-Straße beherbergt auf 850 Quadratmetern Ausstellungsfläche in komprimierter Form die Geschichte und technischen Ergebnisse aus 120 Jahren Unternehmensgeschichte Fichtel & Sachs. Zahlreiche Exponate, Mitmachstationen und interaktive Computerbildschirme machen die Historie erlebbar. Anlass, die Firmengeschichte am Standort Schweinfurt in den vergangenen Jahren umfassend aufzuarbeiten, war das 100-jährige Firmenjubiläum, das die ZF Friedrichshafen AG in diesem Jahr feiert.

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Inhaltlich ist die Ausstellung in vier Teile gegliedert. Begonnen wird mit der Unternehmensgeschichte von der Gründung der „Schweinfurter Präcisions-Kugellagerwerke Fichtel & Sachs“ 1895 bis zur Verschmelzung der ZF Sachs AG mit dem ZF-Konzern im Jahr 2011. Die zweite Sparte zeigt die technischen Meilensteine der Unternehmensgeschichte vom Kugellager über die Fahrradnaben und Motoren bis zu Kupplungen, Wandlern und Stoßdämpfern. Der dritte Teil widmet sich dem Engagement des Unternehmens im Motorsportsektor und Sportsponsoring. Zum Schluss richtet sich der Blick nach vorne: Es werden Themen vorgestellt, mit denen sich ZF am Standort Schweinfurt für die Zukunft rüstet – zum Beispiel Hybridmodule und Leichtbau.

Neues Buch beschreibt die Firmenhistorie

Ein Großteil der Exponate ist aus eigenem Bestand, der Rest sind Leihgaben. „Wir sind sehr froh, dass wir unseren Mitarbeitern und interessierten Besuchern einen so spannenden Einblick in die Geschichte des Standorts Schweinfurt geben können“, erklärt Standortleiter Werner Balandat. Im Rahmen der feierlichen Eröffnung stellte Professor Dr. Andreas Dornheim von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg seine Chronik „Sachs. Mobilität und Motorisierung. Eine Unternehmensgeschichte“ vor. Der Historiker, dem ZF die Aufgabe übertragen hatte, die Firmengeschichte am Standort Schweinfurt wissenschaftlich aufzuarbeiten, sichtete dazu in den vergangenen vier Jahren mit seinem Mitarbeiterteam Unterlagen und Exponate aus Archiv und Depot – eine umfassende Arbeit angesichts der langen Historie.

Ab Juni ist die Ausstellung öffentlich zugänglich. Der Eintritt ist frei. Allerdings ist er – anders als in den meisten Museen – nur nach Anmeldung und im Rahmen einer geführten Gruppe mit maximal 25 Teilnehmern möglich.

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