Bilanz 2020 Schwieriges Jahr für Röchling Automotive

Autor: Sven Prawitz

Der Umsatz von Röchling Automotive ging im Jahr 2020 deutlich zurück. Die Nachfrage entwickelt sich positiv doch machen dem Zulieferer Engpässe auf dem Rohstoff- und Halbleitermarkt zu schaffen.

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Röchling hat ein schwieriges Jahr 2020 hinter sich. Umsatzeinbußen gab es vor allem im Bereich Automotive.
Röchling hat ein schwieriges Jahr 2020 hinter sich. Umsatzeinbußen gab es vor allem im Bereich Automotive.
(Foto: Röchling)

Die Umsätze von Röchling Automotive gingen für das Geschäftsjahr 2020 auf etwas mehr als eine Milliarde Euro zurück (2019: 1,34 Milliarden Euro). Deshalb setzte der Zulieferer verschiedene Sparmaßnahmen um, hieß es auf der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag (20. Mai). So wurden, eigenen Angaben zufolge, die Investitionen um 40 Prozent auf 36 Millionen Euro gekürzt (59,4 Millionen Euro). Die Zahl der Mitarbeiter des Geschäftsbereichs fiel im vergangenen Jahr um 250 auf 6.000. Bereits vor Ausbruch der Pandemie startete die Automotive-Sparte ein Restrukturierungsprogramm, das mittlerweile abgeschlossen sei.

Probleme mit Rohstoffen und Halbleitern

Während die Umsätze im 4. Quartal 2020 und im 1. Quartal 2021 auf einem soliden Niveau seien, kämpfe das Unternehmen nun mit Problemen in der Lieferkette. Kunststoff-Rohstoffe sind momentan knapp und sind folglich teurer geworden. Ebenso mache Röchling die Probleme am Halbleitermarkt zu schaffen. Letztere sorgen für Kurzarbeit und Produktionsausfälle bei den Kunden des Zulieferers.

Insgesamt gehe man zuversichtlich in das neue Geschäftsjahr. Der Umsatz soll im hohen einstelligen Bereich wachsen. Die wirtschaftliche Talsohle sei durchschritten, sagte der Vorstandsvorsitzende Hanns-Peter Knaebel – vorausgesetzt es gebe keine Rückschläge bei der Bekämpfung der Pandemie und bei der Versorgung mit Rohstoffen sowie Halbleitern.

Über Röchling

Die Röchling-Gruppe erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von gut zwei Milliarden Euro (minus 13 Prozent gegenüber 2019). Den Gewinn gibt das Unternehmen mit 2,3 Millionen Euro an (EBT). Der Umsatz kommt gut zur Hälfte aus der Automotive-Sparte. Knapp 40 Prozent erwirtschaftet der Bereich Industrial, der Rest kommt von „Medical“. Für Röchling arbeiten weltweit über 11.000 Mitarbeiter an 90 Standorten.

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Über den Autor

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Fachredakteur, »Automobil Industrie« und Next Mobility