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Elektromobilität Siliziumkarbit soll Inverter kleiner und effizienter machen

| Redakteur: Sven Prawitz

Bis zur vergangenen Saison mussten alle Formel-E-Teams einen Einheitskonverter einsetzen. Für die nun gestartete Saison wurde das Reglement geändert und den Ingenieuren der Rennteams eine Eigenentwicklung ermöglicht.

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In der Saison 2016/17 der Formel-E dürfen dürfen die Teams erstmals eigenentwickelte Inverter verwenden.
In der Saison 2016/17 der Formel-E dürfen dürfen die Teams erstmals eigenentwickelte Inverter verwenden.
(Bild: Rohm)

Am 9. Oktober startete die dritte Formel-E-Saison. Das Venturi-Team setzt dabei einen Inverter mit Siliziumkarbit-Technik (SiC) von Rohm Semiconductor ein. Das Rennteam und der Elektronikspezialist wollen durch den Einsatz des SiC-Werkstoffs Gewicht reduzieren und die Haltbarkeit der Elektronikbauteile erhöhen – beide erhoffen sich dadurch einen Wettbewerbsvorteil in der Rennserie.

Kleiner und effizienter

Der Inverter im Venturi-Boliden enthält SiC-Schottky-Dioden, wodurch er zwei Kilogramm leichter als das Einheitsmodell der Vorsaison sein soll. Zusätzlich stieg nach Unternehmensangaben die Leistung: Die elektrische Effizienz soll um 1,7 Prozent höher liegen als im vergangenen Jahr. Der geringere Energieverbrauch ermöglicht zudem eine Reduktion des Kühlsystems: Dessen Volumen soll nun 30 Prozent kleiner ausfallen. Für die vierte Saison erwarten die Partner durch den Einbau von SiC-MOSFETs weitere Verbesserungen. Siliziumkarbid ist die chemische Verbindung aus Silizium und Kohlenstoff. Laut Rohm sollen sich höhere Lasten und Spannungen verarbeiten lassen, verglichen mit herkömmlichem Silizium. Das Unternehmen produziert seit dem Jahr 2010 SiC-MOSFETs.

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