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Technische Textilien für den Fahrzeuginnenraum

| Autor: Jens Scheiner

Vom 14. bis 17. Mai 2019 zeigen Automobilzulieferer auf der Techtextil in Frankfurt am Main technische Textilien und Produktvisionen für den Fahrzeuginnenraum.

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Schalter im Textil: Geht es nach dem Textilzulieferer Rökona, sollen sich im Auto der Zukunft Fenster, Spiegel und Beleuchtung über textile Oberflächen steuern lassen.
Schalter im Textil: Geht es nach dem Textilzulieferer Rökona, sollen sich im Auto der Zukunft Fenster, Spiegel und Beleuchtung über textile Oberflächen steuern lassen.
(Bild: Rökona)

Unter dem Stichwort „Smart Textiles“ arbeiten Textilforscher und -unternehmen an Stoffen, die dank leitfähiger Komponenten leuchten, wärmen, messen und als Bedienelement dienen. Zahlreiche Automobilzulieferer präsentieren ihre Neuheiten vom 14. bis 17. Mai auf der Techtextil in Frankfurt am Main. So zeigt der Tübinger Textilzulieferer Rökona Textile Lichteffekte und Funktionen für den Autoinnenraum: Dazu hat das Unternehmen leitfähige Fäden aus Kohlenstofffasern in Gewirke aus Polyester eingearbeitet. Sie sollen eigenen Angaben zufolge aktiv leuchten und Funktionen übernehmen. So sollen sich künftig Spiegel, Fenster oder Beleuchtung direkt über textile Oberflächen im Auto bedienen lassen.

Daneben zeigt das Deutsche Institut für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) gemeinsam mit den Partnern Daimler, BASF und Bosch eine gestickte induktive Ladespule, die das kontaktlose Laden von Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen ermöglichen soll. Bei dem Verfahren, das inzwischen skalier- und automatisierbar ist, werden Metalllitzen aus Kupfer mit Polyesterfäden fixiert und die fertig gestickte Spule anschließend wie ein Faserverbundwerkstoff in Kunststoff eingegossen.

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Die Roma-Strickstoff-Fabrik Rolf Mayer aus Balingen präsentiert eine gestrickte Heizung für den Autoinnenraum. Verbaut in Türen, Sitzen und Fußmatten sollen Elektroautos damit effizienter und batterieschonender beheizt werden. Mit der Strickheizung lassen sich laut dem Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart der Energieverbrauch „bei gleichem Wärmekomfort“ um 1 kW (etwa 45 Prozent) absenken oder vergleichsweise die Reichweite eines zweisitzigen Elektroautos gegenüber einer klassischen Gebläseheizung um 19 Prozent (nach CADC-Rural-Zyklus) erhöhen.

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Über den Autor

 Jens Scheiner

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Redaktioneller Mitarbeiter Online/Print, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE