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Studie

Treiber und Bremser der Digitalisierung

| Autor/ Redakteur: Jens Scheiner / Jens Scheiner

Die d.velop Gruppe hat in einer Studie die Digitalisierungsstrategien der verschiedenen Organisationsbereiche in den Automobilunternehmen untersucht. Hierfür wurden 1.000 Unternehmen aus zehn Wirtschaftsbereichen analysiert.

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d.velop-Studie vergleicht die Digitalisierungsstrategien der verschiedenen Organisationsbereiche der Automobilunternehmen.
d.velop-Studie vergleicht die Digitalisierungsstrategien der verschiedenen Organisationsbereiche der Automobilunternehmen.
( Bild: d.velop )

Die d.velop-Gruppe verglich in einer erhobenen Studie die Digitalisierungsstrategien von mehr als 1.000 Unternehmen in zehn Wirtschaftssektoren. Sie kam zu dem Ergebnis, dass die Produktion und die Logistik derzeit die hauptsächlichen Treiber der Digitalisierung in den Automobilunternehmen sind. Ihre technologische Ausrichtung ist auch stärker ausgeprägt als die gleichen Bereiche der anderen Branchen.

Bei der Gegenüberstellung der verschiedenen Fachbereiche in ihren Digitalisierungsbestrebungen zeigen die Finanz- und Controllingabteilungen im Automobil-Sektor die größte Zurückhaltung. Lediglich 27 Prozent haben sich dieses Thema aktuell strategisch auf die Fahnen geschrieben. Etwas besser sieht es im Einkauf sowie im Qualitäts- und Compliance-Management der Unternehmen aus. Letztlich gehören diese Bereiche im Vergleich mit den anderen Organisationseinheiten dennoch zu den Bremsern der Digitalisierungsentwicklung.

Wie aus der Studie hervorgeht, stiegen die Investitionsausgaben besonders in den Bereichen Logistik und Materialwirtschaft.
Wie aus der Studie hervorgeht, stiegen die Investitionsausgaben besonders in den Bereichen Logistik und Materialwirtschaft.
( Bild: d.velop )

Investitionsmittel werden erhöht

Dagegen scheint der Nutzen einer stärkeren Digitalisierung des Kerngeschäfts erkannt worden zu sein. 54 Prozent der Verantwortlichen setzen bei der Logistik und Materialwirtschaft entsprechende Schwerpunkte, zusätzlich etwa jedes zweite Branchenunternehmen auch in der Produktion. Damit setzen sie deutlich stärker auf den digitalen Wandel als andere Industriesektoren, wo zurückhaltender auf eine digitale Unterstützung der Produktions- und Logistikprozesse gesetzt wird. Was aber besonders wichtig ist: Gleichzeitig können sie zu 55 Prozent auf höhere Investitionsmittel zugreifen. Auch die Produktentwicklung soll technisch stärker modernisiert werden und erhält dafür mehr Geld. „Aus diesen Investitionsplanungen lässt sich der Schluss ziehen, dass man sich tatsächlich konkreten Projekten widmet und nicht auf Absichtserklärungen zur Digitalisierung beschränkt“, urteilt d.velop-Vorstand Mario Dönnebrink.

Ein ähnliches Bild geben der Vertrieb und das Marketing nach der vom digital intelligence institute realisierten Studie ab. Diese Organisationseinheiten weisen ebenfalls eine Veränderungsbereitschaft auf: Für 42 Prozent gehören Digitalisierungsprojekte zu den strategischen Schwerpunkten, noch mehr können dafür auch höhere Budgets als im letzten Jahr nutzen. Andererseits ist die Digitalisierungsdynamik in diesem Bereich etwas geringer als im Durchschnitt aller Branchen. Eine nur mittlere Position beim innerbetrieblichen Vergleich nehmen die Personalabteilungen ein. 39 Prozent wollen mehr in digital unterstützte Abläufe investieren, beispielsweise zur Einführung digitaler Personalakten oder um den Mitarbeitern über eine Cloud-basierte Lösung die Gehaltsmitteilungen elektronisch zukommen zu lassen.

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