Leichtbau-Gipfel 2018

Über die Vorteile von Leichtbau sprechen

| Autor: Sven Prawitz

Simone Bonino, Vice President of Marketing bei Altair Engineering, stellte auf dem Leichtbau-Gipfel 2018 den Enlighten Award vor.
Simone Bonino, Vice President of Marketing bei Altair Engineering, stellte auf dem Leichtbau-Gipfel 2018 den Enlighten Award vor. (Bild: Stefan Bausewein)

Um den Stellenwert des kreativen Materialeinsatzes zu würdigen, verleihen Altair und das Center For Automotive Research den Enlighten Award – der um eine neue, vierte Kategorie erweitert wird.

Leichtbau ist und bleibt in der Automobilbranche wichtig: „Alleine schon wegen der Traglast von Reifen“, sagte Frank Vernier, bei Audi in der Vorentwicklung Leichtbau und Nachhaltigkeit Gesamtfahrzeug tätig, zu Beginn seiner Keynote auf dem Leichtbau-Gipfel 2018 in Würzburg. Er zeigte in seinem Vortrag auch, dass bei Leichtbau nicht mehr alleine der Einsatz von Materialien mit einer geringen Dichte ausreicht: Vor allem hohe Anforderungen an die Crash-Sicherheit verlangen kreative Konstruktionen zur Kraftableitung.

Ergänzendes zum Thema
 
Details zum Enlighten Award 2018

Altair und das Center For Automotive Research (CAR) fördern solche Innovationen mit dem Enlighten Award. „Wir starteten den Award, um die Innovatoren und deren Ideen im Leichtbau zu honorieren“, sagt Simone Bonino, Vice President of Marketing bei Altair Engineering, als er den Preis auf dem Leichtbau-Gipfel vorstellt. Dabei betont er: „Wir müssen Fakten liefern und über die Vorteile von Leichtbau sprechen.“ Und genau hierfür soll die Preisausschreibung eine Bühne sein.

Chrysler spart 113 Kilogramm

In diesem Jahr sind Beiträge für insgesamt vier Kategorien möglich: Full Vehicle, Module, Enabling Technology sowie in der neuen Kategorie „The Future of Lightweighting“. Der Award in der Kategorie Full Vehicle wird für herausragende Leistungen bei Gewichtseinsparungen eines gesamten Fahrzeuges vergeben. Im letzten Jahr ging der erste Preis in dieser Kategorie an die Entwickler des Chrysler Pacifica, bei dem eine Gewichtsreduktion von 113 Kilogramm gegenüber dem Vorgängermodell erreicht wurde. Zu den bisherigen Gewinnern gehören General Motors, Ford Motor Company und Jaguar Land Rover.

Der Module-Award wird für Innovationen beim Leichtbau von automobilen Komponenten und Subsystemen vergeben. Im Jahr 2017 gab es zwei Gewinner: Toyota überzeugte mit Paneelen aus karbonfaserverstärktem Kunststoff, die in den Modellen Lexus LC und Prius Prime eingesetzt wurden. Faurecia erhielt den Award für die „Adaptive Valve“ Ventilklappe im Chevrolet Silverado. Weitere Gewinner dieser Kategorie waren BASF und Contitech.

Der Enabling Technology Award wird für Technologien verliehen, die Innovationen im automobilen Leichtbau ermöglichen – z. B. Materialien, Prozesse oder Verbindungstechnologien. Diese 2017 erstmals eingeführte Kategorie wurde im Juli des letzten Jahres von AP&T gewonnen. Der schwedische Maschinenbauer hat eine neue Presse für warmumgeformte Aluminiumbleche entwickelt – inklusive Prozesse und Werkzeuge. „Der Enlighten Award bietet uns eine große Plattform – sowohl im Marketing, als auch in der Wahrnehmung“, sagt Dr. Christian Koroschetz, Project Manager R&D bei AP&T, auf dem Leichtbau-Gipfel. Auch intern beflügelt die Auszeichnung erklärt Koroschetz: „Der Award ist für das gesamte Team eine Anerkennung und fördert die Motivation.“

Neue Kategorie

Ab 2018 bietet der Award nun mit „The Future of Lightweighting“ eine vierte Kategorie, die den Award auch für Technologien öffnet, die bisher noch nicht kommerziell verfügbar sind. In dieser Kategorie wird der Award für innovative Ideen, Prozesse, Materialien und Technologien, die ein großes Potenzial für den Leichtbau aufweisen, aber noch nicht in der Fahrzeugproduktion zum Einsatz kamen, vergeben. Diese Kategorie steht Inkubator- und Start-up-Unternehmen, kleinen bis mittleren Unternehmen, Forschungs- und Entwicklungsinstituten, Universitäten sowie Unternehmensgründern offen.

Zum Ende seines Vortrags forderte Bonino die Zuhörer auf, sich für den Award zu bewerben und stellte klar, dass die Teilnahme nicht an die Verwendung von Altair-Produkten gebunden ist: „Wenn Ihr Design besonders Innovativ ist, sollte ihr Konzept auch ein Kandidat für den Award sein. Dabei macht es keinen Unterschied, welche Werkzeuge sie nutzen oder ob sie Simulationsanwendungen verwenden oder nicht“, so Bonino.

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