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Neue Modelle Volvo S90: Neue Oberklasse aus Schweden

| Autor / Redakteur: SP-X / Wolfgang Sievernich

Volvo ist mit dem Modell S90 in die Oberklasse zurückgekehrt – und glänzt mit Ausstattung, vielen Assistenzsystemen und Stil.

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Volvo ist zurück in der Oberklasse: Mit dem Modell S90 treffen die Schweden auf die Platzhirsche von BMW, Mercedes und Audi.
Volvo ist zurück in der Oberklasse: Mit dem Modell S90 treffen die Schweden auf die Platzhirsche von BMW, Mercedes und Audi.
(Foto: Volvo )

Wenn ein treuer Volvo-Kunde bei seinem Händler nach einer großen Limousine fragte, erntete er in den letzten Jahren nur Schulterzucken. Sicher, da gab es doch eine gefühlte Ewigkeit lang das Mauerblümchen S80. Der allerdings war in die Jahre gekommen, stammte von einem Ford Mondeo ab und machte bei allen technischen Qualitäten nicht wirklich etwas her. Kein ernstzunehmender Rivale also für einen BMW 5er, eine E-Klasse von Mercedes oder einen A6 von Audi. Dem Volvo-Fan, der heute mit dem gleichen Ansinnen ins Autohaus kommt, kann geholfen werden: Der Volvo S90 ist in Sicht, endlich wieder ein richtiges elegantes Dickschiff aus Schwedenstahl, das mit 4,96 Metern sogar das deutsche Erfolgstrio überragt.

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Erster Schritt Richtung automatisiertes Fahren

Volvo-Präsident Håkan Samuelsson genoss sichtlich seine Rolle als Geburtshelfer bei der Weltpremiere in Göteborg. Der 54-jährige sprach von milliardenschweren Investitionen in den letzten fünf Jahren, mit denen die Marke Volvo wiederbelebt wurde und sagte: „Damit haben wir ihr die Rolle verschafft, die ihr gebührt.“ Als Beispiel für den Anspruch, wieder im Konzert der Premiummarken mitspielen zu können, nannte er die Fülle an Assistenzsystemen. Samuelsson: „Bei der Hinführung zum autonomen Fahren nimmt der S90 eine führende Stellung im Markt ein.“ Ein Satz, den seine süddeutschen Kollegen sicher so nicht stehenlassen wollen.

Grundlegend neu im konservativen Segment

Zunächst aber überrascht der selbstbewusste Auftritt, die schiere Größe. Im Vergleich zum S80 wuchsen Radstand und Länge um gut 15 Zentimeter. Der deutsche Chefdesigner Thomas Ingenlath durfte auf einem weißen Blatt Papier loszeichnen, musste sich nur an die großzügigen Vorgaben der neuen Volvo-Architektur mit Namen SPA halten. „Wir wollten etwas grundlegend Neues in dieses eher konservative Segment bringen.“ Der breit gezogene Kühlergrill mit seinen 34 nach innen gewölbten Streben tauchte erstmals 2013 bei der Studie eines Volvo-Coupés auf, wurde ebenso exakt übernommen wie die Gestaltung der LED-Tagfahrlichter in Form eines liegenden Hammers. Die Seitenpartie trägt nur eine durchgehende Linie, ist ansonsten so glatt wie die Haut eines Delphins. „Wir haben uns dabei an den Seitenwänden einer Luxusyacht orientiert“, erklärt Ingenlath. „Je teurer, desto glatter“.

Unverwechselbares Heck

Im Widerspruch zur eleganten Schlichtheit steht jedoch das Heck, das zur Hälfte von den Rückleuchten umrahmt wird. Es trägt je nach Blickwinkel verwirrende Konturen und Falze. „Die Rückansichten der heutigen Premiummarken sind verwechselbar geworden. Beim Volvo S90 muss man nicht raten, welches Modell da vor einem herfährt“, sagt der Chefkreative.

Daraus spricht das neue Selbstbewusstsein der schwedischen Marke, das sich bei der Gestaltung des Innenraums fortsetzt. „Wir haben ein neues Niveau erreicht, ein luxuriöses Umfeld mit einem Maximum an Komfort und Kontrolle“, summiert Thomas Ingenlath. Auf Kunststoff wurde nahezu völlig verzichtet, dafür Leder, Echtholz, Chrom und Applikationen aus Aluminium oder Karbon soweit das Auge reicht. Alles ist rund um die zentrale Bedieneinheit im Zentrum angeordnet, deren Besonderheit der senkrecht stehende Monitor für das Navigationssystem ist.

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