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Automatisiertes Fahren VW entwickelt autonome Shuttles für Fußball-WM 2022

Redakteur: Sven Prawitz

Volkswagen und der Staatsfond Katars entwickeln eine autonome Flotte für den öffentlichen Nahverkehr in Doha. Vier Konzernmarken sollen zusammen die Flotte und die zum Betrieb notwendige Software entwickeln.

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Die VW-Tochter Moia bietet Fahrdienste bereits in Deutschland an. Gemeinsam mit VW Nutzfahrzeuge, Scania und Autonomous Intelligent Driving soll nun der öffentliche Nahverkehr in Katars Hauptstadt mit autonomen Shuttles ausgestattet werden.
Die VW-Tochter Moia bietet Fahrdienste bereits in Deutschland an. Gemeinsam mit VW Nutzfahrzeuge, Scania und Autonomous Intelligent Driving soll nun der öffentliche Nahverkehr in Katars Hauptstadt mit autonomen Shuttles ausgestattet werden.
(Bild: Moia)

Ab dem Jahr 2022 soll es in der Hauptstadt des Emirats Katar eine hochmoderne Flotte mit nachhaltig angetriebenen und kommerziell eingesetzten, autonom fahrenden Shuttles und Buslinien geben. Eine entsprechende Vereinbarung wurde dafür zwischen dem Volkswagen-Konzern und dem Staatsfonds Qatar Investment Authority (QIA) getroffen. Wie VW weiter mitteilt, sollen dabei die Marken Volkswagen Nutzfahrzeuge, Scania, Moia und Autonomous Intelligent Driving (AID) zusammenarbeiten. QIA ist mit 17 Prozent Stammaktien an der Volkswagen AG beteiligt und verfügt über zwei Vertreter im Aufsichtsrat.

Die Flotte soll aus 35 autonom fahrende ID Buzz und zehn Busse von Scania bestehen. Die Geschäftsbereiche AID und Moia sollen die zum Betrieb des Dienstes erforderlichen SDS-Kenntnisse (Self Driving System) und eine App bereitstellen.

Projekt in Doha als Blaupause

Zu dem Projekt gehöre auch die Realisierung eines geeigneten rechtlichen Rahmens und einer intelligenten Infrastruktur in Doha. Laut VW soll das gewonnene Wissen als Blaupause für die Transformation urbaner Mobilität dienen, die weltweit genutzt werden kann. Erste Tests der Shuttles und Busse sollen laut VW voraussichtlich 2020 beginnen; bereits 2021 soll ein Probebetrieb aufgenommen werden. Das Projekt soll dann Ende des Jahres 2022 innerhalb Dohas offiziell starten.

„Doha wird uns wertvolle Erkenntnisse in der realen Praxis liefern und das Projekt zum Sprungbrett für unsere Roadmap autonomes Fahren machen“, sagt VW-Chef Herbert Diess. Thomas Sedran, Vorstandsvorsitzender Volkswagen Nutzfahrzeuge, sieht seinen Geschäftsbereich auf dem Weg zu „einem integrierten Mobilitätsanbieter“.

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