Suchen

Motorsport Engineering

VW I.D. R. Pikes Peak: Simulation in der Entwicklung

| Autor/ Redakteur: Juliana Pfeiffer / Svenja Gelowicz

Volkswagen hat mit seinem ersten vollelektrischen Rennwagen I.D. R Pikes Peak den Rekord beim gleichnamigen Bergrennen gebrochen – in 7.57,148 Minuten fuhr er zum Sieg. Der digitale Prototyp des Batteriesystems entstand mit einem Simulationswerkzeug von Ansys.

Firmen zum Thema

7.57,148 Minuten – Volkswagen hat beim Pikes Peak International Hill Climb (USA) in eindrucksvoller Weise eine neue Bestmarke aufgestellt und ein starkes Zeichen für die Elektromobilität gesetzt.
7.57,148 Minuten – Volkswagen hat beim Pikes Peak International Hill Climb (USA) in eindrucksvoller Weise eine neue Bestmarke aufgestellt und ein starkes Zeichen für die Elektromobilität gesetzt.
( Bild: Larry Chen/Volkswagen )

Der rund 680 PS starke Sportwagen-Prototyp hat bei der 96. Auflage des legendären Pikes Peak Bergrennens mit Romain Dumas am Steuer einen neuen Zeitrekord für Elektroautos aufstellen. Romain Dumas bezwang am Steuer des rein elektrischen I.D. R Pikes Peak die mit konventioneller Antriebstechnik fahrende Konkurrenz und verbesserte den Rekord von Sébastien Loeb aus dem Jahr 2013 um 16,730 Sekunden.

„Volkswagen Motorsport nutzt die Pervasive Engineering Simulationslösungen von Ansys, um einen digitalen Prototypen des Batteriesystems zu erstellen und das elektrische Antriebssystem des Volkswagen I.D. R Pikes Peak Rennwagens zu optimieren“, berichtet Thomas Zanzinger, Geschäftsführer von Ansys in DACH. „Gerade das Pikes Peak-Projekt zeigt die Bedeutung der Simulation, da die Kunden neue Herausforderungen annehmen und neue Grenzen im Bereich des elektrischen Antriebs erkunden.“

Bildergalerie

Bildergalerie mit 7 Bildern

Start und Ziel mit 1.440 Metern Höhenunterschied

Die einzigartige Strecke des Pikes Peak Bergrennens ist 19,99 Kilometer lang und hat 156 Kurven. Während der Start in 2.862 Metern über dem Meeresspiegel erfolgt, befindet sich das Ziel in 4.302 Metern Höhe. Für diese extremen äußeren Bedingungen sowie die besonderen Herausforderungen des Rennens wurde auch die Aerodynamik des I.D. R Pikes Peak entwickelt. Schließlich führt die große Höhe zu einer im Schnitt rund 35 Prozent geringeren Luftdichte, was andere aerodynamische Bedingungen schafft als bei einer Rennstrecke auf niedrigerem Gelände.

Balance zwischen Kühlluftstrom und aerodynamischen Verlusten

Neben Echtzeitdaten wurde die Simulation eingesetzt, um Fahrbedingungen nachzustellen, die in einem herkömmlichen Windkanal nicht nachgebildet werden können. Mit einem Tool von Ansys berechneten die Volkswagen-Ingenieure die Balance zwischen Kühlluftstrom und aerodynamischen Verlusten und ermittelten die beste Strategie für die Batteriekühlung.

„Um den Rekord in der Klasse der Elektroautos am Pikes Peak zu brechen, stellt insbesondere das perfekte Energiemanagement einen wesentlichen Faktor dar“, betonte François-Xavier Demaison, Technischer Direktor bei Volkswagen Motorsport und Projektleiter des I.D. R. Pikes Peak vor dem Rennen. „Schon die erste Testfahrt am Pikes Peak war erfolgreich und zeigte die Genauigkeit unserer Simulationen. Unser Team ist von der Leistung des Fahrzeugs überzeugt und will einen neuen Rekord für Elektroautos aufstellen.“ Ziel erreicht – in doppelter Hinsicht.

Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal konstruktionspraxis.de

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45385371)

Volkswagen; VW; Larry Chen / Volkswagen Aktiengesellschaft; Volkswagen Motorsport; Larry Chen/Volkswagen; BMW; Festo; Leoni; VDA; Formula Student Germany; Quick Release; ACV; Edag; Porsche; Christoph Schönbach/Magna; Röchling Automotive; BBS Automation; CSI Entwicklungstechnik; Composites Europe; Wilfried Wulff/BMW; Novelis; Bosch; Volkswagen ; IAA; Toroidion; Jens Scheiner/»Automobil Industrie«; Hyundai