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Wirtschaft VW macht den Jetta zur eigenen China-Submarke

| Autor / Redakteur: Christoph Seyerlein / Svenja Gelowicz

In China wird der VW Jetta vom Einzelmodell zur eigenen Marke. Geplant sind drei Fahrzeuge, die vor allem junge Käufer ansprechen sollen. Die schon jetzt enorme Abhängigkeit des Herstellers vom größten Automarkt der Welt dürfte damit weiter wachsen.

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Volkswagen will mit dem Jetta vor allem junge Chinesen ansprechen.
Volkswagen will mit dem Jetta vor allem junge Chinesen ansprechen.
(Bild: VW )

Dass Volkswagen den Fokus künftig noch stärker auf China legen will, hatte Konzernchef Herbert Diess vor einigen Wochen bereits angekündigt. „Die Zukunft von Volkswagen wird sich auf dem chinesischen Markt entscheiden“, sagte Diess damals in Peking vor Journalisten. Nun hat der Autohersteller seine Pläne im Reich der Mitte konkretisiert. Wie die Wolfsburger am Dienstag (26. Februar) ankündigten, wollen sie mit der neuen Submarke „Jetta“ künftig vor allem jüngere Chinesen stärker für sich gewinnen.

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Gerade in Millionenstädten außerhalb der Metropolregionen wie Peking oder Schanghai sei der Fahrzeugbestand mit größtenteils unter 100 Autos pro 1.000 Einwohner noch sehr gering. Gleichzeitig strebe dort eine stetig wachsende Mittelschicht nach individueller Mobilität und dem ersten eigenen Auto. Jene Zielgruppe will VW mit der Marke Jetta abholen.

Unter dem Label werden drei neue Modelle – eine Limousine und zwei SUVs – auf den chinesischen Markt kommen. Die Produktion übernimmt FAW-Volkswagen in Chengdu. Den Verkaufsstart peilt VW im dritten Quartal 2019 an. Die Preise wollte Stackmann noch nicht verraten – erst auf der Automesse in Schanghai soll es dazu Details geben.

Ein Modell wird zur Marke

Laut VW-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann machen die Wolfsburger damit „erstmals in der Volkswagen-Geschichte ein Modell zur Marke“. Bislang war der VW Jetta lediglich ein Einzelmodell. Laut Stackmann hat er in der China-Geschichte des Herstellers aber eine derart wichtige Rolle gespielt, dass man ihn nun mit einer gesamten Modellfamilie würdigen möchte.

Der chinesische Markt hat sich im vergangenen Jahr deutlich abgekühlt. Erst in der vergangenen Woche hatte der weltgrößte Autobauer über eine deutliche Flaute in China in der zweiten Jahreshälfte 2018 berichtet. Die chinesischen Gemeinschaftsunternehmen lieferten einen anteiligen operativen Gewinn von 4,6 Milliarden Euro statt wie vor einem Jahr 4,7 Milliarden Euro.

Mit Material von dpa

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