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Neue Modelle VW Passat: Platzwunder für Technikaffine

| Autor / Redakteur: Michael Kirchberger/SP-X / Christian Otto

Die achte Generation des VW Passat geht im November an den Start. Gerade in Deutschland steht das Modell hoch im Kurs und hat fast schon das Standing des Markenbruders Golf. Beim Neuen legt VW deshalb im Vergleich zum Vorgänger nochmals eine Schippe an technischen Neuerungen drauf. Einige der Zulieferer für den Passat sind auch bei der diesjährigen IZB vertreten.

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Ab November kommt die achte Generation des Passat zu den Händlern. Neben mehr Platz und einem coupéhafterem Design verspricht der Neue vor allem ein sattes Mehr an Technik.
Ab November kommt die achte Generation des Passat zu den Händlern. Neben mehr Platz und einem coupéhafterem Design verspricht der Neue vor allem ein sattes Mehr an Technik.
(Foto: VW)

Der 1973 eingeführte Passat ist neben dem Golf eine der großen Erfolgsgeschichten im Hause Volkswagen. In Deutschland ist es vor allem die Kombi-Version Variant und international die Limousine, die mit hohen Verkaufszahlen glänzt. Mit all seinen Derivaten, vom chinesischen Ableger Santana bis zum größeren Amerika-Passat summiert sich die Zahl der Auslieferungen seit Marktstart auf insgesamt 22 Millionen Exemplare. Im letzten Jahr avancierte der Mittelklassewagen mit 1,1 Millionen verkauften Einheiten sogar zur Baureihe Nummer 1 des Konzerns.

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Ende November startet nun die achte Generation des Klassikers. Straffer und eleganter gezeichnet, aber mit den nahezu identischen Maßen des Vorgängers. Sie ist sogar um 0,4 Zentimeter kürzer (4,77 Meter) und 1,4 Zentimeter (1,46 Meter) flacher geworden, die Breite dagegen hat um 1,2 Zentimeter zugelegt. Die Folge: der Passat erhält die Silhouette eines Coupés. Daneben sorgt der fast acht Zentimeter längeren Radstand für mehr Platz im Innenraum. Die Passagiere erhalten beispielsweise um bis zu 2,7 Zentimeter mehr Kopffreiheit. Ursächlich für den Raumgewinn ist der Modulare Querbaukasten (MQB), der die Räder an die Ecken der Karosserie rücken lässt und so geringere Überhänge erlaubt. Strukturteile für die neu geschnittene Karosserie liefern unter anderem Veritas (auf der IZB: Halle 5, Stand 5207) und Voestalpine (auf der IZB: Halle 7, Stand 7103)

Deutlich abgespeckt

Auch beim Ladevolumen spendieren die Ingenieure einen Zugewinn. Bei der Limousine stehen nun statt den 565 Liter im Vorgängermodell ganze 586 Liter zur Verfügung. Der Variant erhält sogar 47 Liter hinzu und wächst auf wenigstens 650 Liter. Bei umgeklappten Rücksitzlehnen kommen die Stufenheckversion auf 1.152 Liter und der Kombi auf 1.780 Liter. Ein Treiber dieses Platzgewinns sind die umgesetzten Leichtbaumaßnahmen (allein im Antriebsstrang wurden 40 Kilogramm eingespart). Der Passat ist so bis zu 85 Kilogramm leichter geworden. Das kommt aber auch den angestrebten Minderverbrauchszielen entgegen.

Vier Diesel und fünf Benzinmotoren soll die Antriebspalette nach ihrer Komplettierung im kommenden Jahr umfassen. Zunächst startet der Passat mit einer auf drei Motoren verringerten Auswahl. Der Einstiegspreis liegt bei 25.875 Euro. Zu dem Trio zählt der Zweiliterdiesel mit 110 kW/150 PS, der dank der angebotenen Kombination mit der Basisausstattung Trendline für 30.250 Euro zu haben ist. Der gleichstarke Benziner mit Zylinderabschaltung wird vorerst nur in der gehobenen Version Comfortline offeriert und kostet dann 30.375 Euro. Beide haben ein manuelles Sechsganggetriebe und Frontantrieb, die für den Diesel angebotene DSG-Automatik mit ebenfalls sechs Gängen kostet wie üblich 1.800 Euro Aufpreis. Spitzenmotorisierung ist der Zweiliterdiesel mit doppelter Turboaufladung, der es auf stolze 176 kW/240 PS bringt. Den gibt es ausschließlich mit dem Siebengang-DSG und dem Allradantrieb 4motion, was seinen Preis gleich auf 43.625 Euro springen lässt. Für den Kombi sind je nach Ausstattung rund 1.100 Euro mehr zu bezahlen. Für die Motoren steuern unter anderem Federal-Mogul (auf der IZB: Halle 5, Stand 5120) Kolben und Kolbenringe und Kaco (auf der IZB: Halle 5, Stand 5135) Radialwellendichtringe sowie Dichtflansche bei.

Fahrspaß inklusive

Die beiden 150-PS-Maschinen wirken äußerst agil. Sie sorgen beim Passat für einen ordentlichen Antritt, sind durchzugsfreudig und laufruhig. Die Fahrwerksabstimmung ist gelungen, wobei die adaptive Dämpferregelung des Topmodells kaum vermisst wird. Beim Federungskomfort setzt das Modell wieder hohe Standards. Hier beliefert unter anderem ThyssenKrupp (auf der IZB: Halle 7, Stand 7217) VW mit Federn, Schraubenfedern und Stabilisatoren. Der Passat lässt sich feinfühlig und direkt lenken und dürfte auch Fans ausgeprägter Kurvenfahrten überzeugen. Bei der Spitzenmotorisierung wirken sich Allradantrieb und DSG-Getriebe sowie das durch diese Komponenten resultierende höhere Gewicht ein wenig auf die erwartete Agilität aus. Bei höherem Tempo allerdings ist das Mehr an Leistung spürbar.

Erst Anfang 2015 folgt die 92 kW/125 PS starke Version des 1,4-Liter-Benziners (5,3 l/100 km; 200 Nm) für 25.875 Euro und ein 1,6-Liter-Diesel mit 88 kW/120 PS (250 Nm). Außerdem steht ein Zweiliter-Selbstzünder mit 140 kW/150 PS (400 Nm) bereit. Für diese Triebwerke nennt VW jedoch weder Preise noch genauere technische Daten, gleiches gilt für die im kommenden Jahr folgenden Ottomotoren mit 1,8 Liter Hubraum und 132 kW/180 PS sowie die beiden Zweiliter-TSI mit 162 kW/220 PS und 206 kW/280 PS. Alle Maschinen sind mit einer Start-Stopp-Automatik ausgerüstet und können kinetische Energie rekuperieren. Sechszylindermotoren werden im neuen Passat nicht mehr angeboten.

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