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Personalie Audi: Rothenpieler folgt Mertens als Entwicklungschef

| Autor/ Redakteur: Jens Scheiner / Christian Otto

Hans-Joachim Rothenpieler wird überraschend neuer Technik-Vorstand bei Audi. Er folgt auf Peter Mertens, der sein Amt nach nur 16 Monaten aus gesundheitlichen Gründen abgeben muss.

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Hans-Joachim Rothenpieler wird zum 1. November 2018 neuer Vorstand Technische Entwicklung bei Audi.
Hans-Joachim Rothenpieler wird zum 1. November 2018 neuer Vorstand Technische Entwicklung bei Audi.
(Bild: VW)

Erst zum 1. Mai 2017 übernahm Peter Mertens den Vorstandposten Technische Entwicklung bei Audi. Nun tritt er überraschend aus gesundheitlichen Gründen zurück und gibt seinen Posten zum 1. November 2018 an Hans-Joachim Rothenpieler ab.

Mertens kam im Vorjahr vom Mitbewerber Volvo nach Ingolstadt. Dort hatte er sich ebenfalls als Technikvorstand einen Namen gemacht. Bei Audi besetzte damit ein Externer die damals vakanten Schlüsselposition. Das war angesichts der Dieselaffäre auch sinnvoll. Denn Peter Mertens folgte auf den Chefentwickler Stefan Knirsch. Der hatte seinen Posten schon nach wenigen Monaten im Amt niedergelegt. Knirsch schied wie schon sein Vorgänger Ulrich Hackenberg im Zusammenhang mit der Abgasaffäre aus. Er war der vierte Entwicklungschef in vier Jahren.

Externer Blick

Mit Peter Mertens hoffte Audi auf eine Stabilisierung und eine externe Expertise. Diesen Blick von außen bringt sein designierter Nachfolger Hans-Joachim Rothenpieler zum Teil auch mit: Er ist zwar seit 1986 im Volkswagen Konzern tätig, war aber für verschiedene Marken aktiv. Dabei leitete er unter anderem die Gesamtfahrzeugentwicklung von Skoda, war Vorstandsmitglied Technische Entwicklung bei der Premium-Marke Bentley und Entwicklungsvorstand bei Volkswagen Nutzfahrzeuge. Seit 2016 leitet Rothenpieler das Konzernqualitätsmanagement von Volkswagen.

Volkswagen-CEO und Audi-Aufsichtsratschef Herbert Diess sieht in Rothenspieler eine gute Wahl: „Hans-Joachim Rothenpieler hat in seinen zahlreichen verantwortungsvollen Positionen im Konzern sehr viel Erfahrungen gesammelt, die ihm helfen werden, bei Audi schnell durchzustarten. Seine Aufgabe wird es sein, die begonnene Transformation der Technischen Entwicklung fortzusetzen und den Weg in die Elektromobilität weiter voranzutreiben.“

Bis Ende 2018 sollen nach den Plänen des Unternehmens rund 2.500 Mitarbeiter der Technischen Entwicklung in Zukunftsfeldern wie Elektromobilität, pilotierten Fahren, Connectivity und zukünftigen Fahrzeugkonzepten neu qualifiziert werden.

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Über den Autor

 Jens Scheiner

Jens Scheiner

Redaktioneller Mitarbeiter Online/Print, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE