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Automobilzulieferer Continental: Dreidimensionales Display im Serieneinsatz

Autor / Redakteur: Mario Hommen/SP-X / Lena Bromberger

Ein 3-D-Display kommt jetzt erstmals in einem Serienauto zum Einsatz, das eine auf den Blick des Fahrers zugeschnittene Dreidimensionalität erzeugt. In naher Zukunft soll es die auch für andere Insassen geben.

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Im Genesis GV80 kommt erstmals ein von Continental entwickeltes 3D-Cockpit zum Einsatz.
Im Genesis GV80 kommt erstmals ein von Continental entwickeltes 3D-Cockpit zum Einsatz.
(Bild: Continental)

Continental hat ein 3-D-Display entwickelt, das eine plastischere Darstellung von Zeiger und Skalen und eine gut sichtbare Anzeige von Warnhinweisen ermöglicht. Der Automobilzulieferer setzt dabei auf schräg eingestellte Sichtblenden. Mit deren Hilfe werden versetzte Darstellungen für das linke und rechte Auge des Betrachters erzeugt, was bei diesem den Eindruck von Dreidimensionalität entstehen lässt. Um eine auf die Kopfposition des Betrachters entsprechend angepasste Grafik zu generieren, muss das System allerdings den Blickwinkel des Fahrers wissen. Der wird mithilfe einer Kamera ermittelt. Zusätzlich soll die Kamera erkennen, ob ein Fahrer durch die Cockpitanzeige abgelenkt oder müde wird. Einer möglichen Überlastung des Fahrers soll das System entgegenwirken.

Das 3-D-Display kommt im Cockpit des neuen Luxus-SUV GV80 der Hyundai-Tochter Genesis erstmals in einem Serienfahrzeug zum Einsatz.

Lightfield-Technik für 2022 geplant

2022 will Continental eine weiterentwickelte 3-D-Dipslaytechnik in Serie bringen. Dabei setzt der Automobilzulieferer auf das sogenannte Leia-System, bei dem Lichtleitermodule mit Nanostrukturen zum Einsatz kommen, die das Licht beugen und dorthin lenken, wo es für 3-D-Effekte benötigt wird. Objekte in der Grafik setzen sich dabei aus acht Perspektiven zusammen und werden deshalb aus verschiedenen Blickwinkeln und somit auch für Beifahrer und Fondpassagiere sichtbar.

Dadurch wäre die im Genesis GV80 eingesetzte Kamera zur Generierung einer auf die Fahreraugen zugeschnittenen 3-D-Grafik dann überflüssig. Die künftige Lightfield-Technik erzeugt zudem eine grafische Tiefe nach hinten, bei der 3-D-Objekte maximal fünf Zentimeter aus dem Bild heraustreten sollen. Mit dem künftigen Cockpit sollen sich Warnungen von Fahrerassistenzsystemen in 3-D besser veranschaulichen und Richtungsangaben vom Navigationssystem klarer darstellen lassen.

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