Nach Insolvenz Elastofirm kauft Veritas-Unternehmen Poppe

Redakteur: Svenja Gelowicz

Im Zuge des Insolvenzverfahrens wird nun ein erstes Unternehmen aus der Veritas-Gruppe abgetrennt: Ein niederländischer Investor übernimmt den Dichtungsspezialist Poppe.

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(Bild: Poppe)

Der niederländische Investor Elastofirm übernimmt den Dichtungsspezialisten Poppe. Laut einer Mitteilung vom Donnerstag (11. Februar) sichert der Kauf alle knapp 230 Arbeitsplätze des Automobilzulieferers. Über den Preis schweigen die Unternehmen. Der Frankfurter Sanierungsexperte und Poppe-Insolvenzverwalter Jan Markus Plathner lobt die Übernahme als „großen Erfolg“ .

Elastofirm löst Poppe mit der Übernahme aus der Veritas-Gruppe heraus. Für die Unternehmensgruppe wurde im Sommer vergangenen Jahres ein Insolvenzverfahren eröffnet. „Bei der Veritas AG befinden wir uns ebenfalls auf einem guten Weg. Die Gespräche und Verhandlungen mit potenziellen Investoren stimmen mich sehr positiv“, betont Plathner. Schon damals bekräftigte der Insolvenzverwalter, dass die Gruppe zerschlagen werden könnte, da Investoren teils nur an einzelnen Betrieben interessiert seien. Veritas beschäftigt insgesamt 4.400 Mitarbeiter.

Silikonsparte ebenfalls veräußert

Elastofirm übernimmt neben der Vermögenswerte von Poppe auch die Aktivitäten rund um Liquid Silicone Rubber (LSR) von Veritas. Die Arbeitnehmervertretungen und die Gewerkschaft IG BCE wurden laut der Mitteilung bereits über den Kauf informiert.

Elastofirm setzt in seiner Gruppe auf eigenständige Unternehmen, die auf „Nischenmärkte in der Gummiindustrie“ spezialisiert sind. Poppe und LSR könnten sich nun „wieder voll auf die Herausforderungen und Chancen in ihren Märkten konzentrieren“, heißt es in der Mitteilung.

Über Poppe

Das 1911 gegründete Unternehmen stellt Dichtungen und Profile aus Elastomeren vor allem für die Automobilbranche und Nutzfahrzeuge her. In Gießen konzentriert sich das Unternehmen auf die Fertigung von Abstandshaltern und Automotive-Profilen.

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