Vernetztes Fahrzeug

Ethernet: Standard für die automobile Datenwelt

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Das sagen die OEMs zum Thema Ethernet

Audi: Mit Serienanlauf des neuen Audi A3 wird das neue Infotainment-Netzwerk MOST150 mit Ethernet-Kanal eingeführt. Durch die Einführung des MOST150 Netzwerks hat Audi den Grundstein für automotive IP-Anwendungen im Fahrzeug gelegt. Das MOST150 wird in den nächsten Jahren in weiteren Modellen des Konzerns Verwendung finden. Darauf basierende IP-Anwendungen werden sukzessive realisiert. Darüber hinaus wird ab 2014 Standard-Ethernet (gemäß IEEE 802.3) für die Fahrzeugdiagnose eingesetzt.

BMW: Bei komplexeren Funktionen fallen oft auch größere Datenmengen an. Hier kommt Ethernet ins Spiel: Diese Technik ermöglicht kosteneffizient die Bandbreiten in der Fahrzeugvernetzung, die wir jetzt und in Zukunft brauchen. In der Ausprägung als One-Pair-Ethernet hat die Technik das Potenzial, der Standard-Automotive-Bus für hohe Bandbreiten zu werden. In Zukunft könnten also alle Steuergeräte im Fahrzeug, die mit hohen Datenmengen arbeiten, einen Ethernet-Anschluss bekommen. Das „vernetzte“ Fahrzeug wird durch Ethernet gewinnen: Eine gute Außenanbindung kann dann am effizientesten genutzt werden, wenn im Fahrzeug auch die Bandbreite vorhanden ist, diese Informationen zu verarbeiten – und umgekehrt.

Daimler: Daimler nutzt Ethernet heute schon als Protokoll zum Flashen von Telematik-Software oder von Funktionen in Motorsteuergeräten. Man kann Ethernet auch als Systembus mit hoher Bandbreite verwenden. Dafür besteht aber in diesem Jahrzehnt noch kein dringender Bedarf, da die Reserven etwa bei Flexray für die zu erwartenden Innovationen ausreichen. Dennoch ist Ethernet künftig interessant, etwa für den Transport von Kameradaten, die eine sehr hohe Bandbreite erfordern. Im Bereich Assistenzsysteme und Multimedia wird Ethernet im nächsten Jahrzehnt eine ernstzunehmende Alternative werden.

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