Kooperation Gemeinsame Elektronikentwicklung: Grammer und Leber ziehen Bilanz

Autor: Claus-Peter Köth

Seit mehr als einem Jahr kooperieren die Systemtechnikspezialisten Leber und der Automobilzulieferer Grammer bei der Entwicklung mechatronischer Systeme. Gemeinsame Prozesse beschleunigen die Time-to-Market.

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Marco Redwitz, Director R&D Electronics bei Grammer (li.), und Stefan Angele, Geschäftsführer der Systemtechnik Leber, zogen eine erfolgreiche Bilanz der Zusammenarbeit.
Marco Redwitz, Director R&D Electronics bei Grammer (li.), und Stefan Angele, Geschäftsführer der Systemtechnik Leber, zogen eine erfolgreiche Bilanz der Zusammenarbeit.
(Bild: Systemtechnik Leber)

Seit dem Jahr 2019 kooperieren die STL Systemtechnik Leber und der Automobilzulieferer Grammer bei der Entwicklung mechatronischer Systeme. Ziel ist der Aufbau von Fach- und Methodenkompetenz im Systems Engineering und damit die Verkürzung der Time-to-Market für mechatronische Produkte der Grammer AG. Es wurden unter anderem gemeinsame Prozesse und Methoden definiert, ein Lenkungskreis etabliert und ein Inkubator eingerichtet, in dem Mitarbeiter beider Unternehmen an gemeinsamen Projekten arbeiten. Jetzt zogen die Unternehmen eine positive Bilanz.

Marco Redwitz, Director R&D Electronics bei Grammer: „Die Zusammenarbeit ermöglicht uns den Ausbau unserer Kompetenzen im Systems Engineering. So kombinieren wir im Rahmen laufender Projekte unsere Erfahrungen mit denen der Leber-Ingenieure und beschleunigen so den Aufbau von Prozess- und Technologie- Know-how, das wir für die Entwicklung unserer Produkte in Zukunft benötigen.“

Inhalte der Zusammenarbeit

Auf Basis des Kooperationsvertrags wurde die Zusammenarbeit beider Unternehmen deutlich intensiviert. Erreicht wurde nach eigenen Angaben eine Etablierung gemeinsamer Methoden und Prozesse in der Co-Entwicklung von Mechanik sowie von Software und Elektronik für mechatronische Produkte entlang aktueller Standards. Zum Beispiel durch die Harmonisierung von Begrifflichkeiten, die Einführung von Entwicklungs- und ALM (Application Lifecycle Management)-Tools, ein abgestimmtes Vorgehensmodell für die Entwicklung von Hard- und Software sowie die Vorbereitung auf künftige Anforderungen der Normen zu Automotive SPICE und funktionaler Sicherheit.

Laut Pressemitteilung erarbeitete das gemeinsame Grammer-STL-Entwicklerteam auf dieser Basis bereits mehrere Konzepte für Produkte im Off-Road-Bereich, für den Einsatz in Schienenfahrzeugen sowie für den automobilen Innenraum.

„Wir freuen uns sehr, mit dem Kooperationsvertrag die Basis für eine langfristige Zusammenarbeit gelegt zu haben. Beide Unternehmen stehen vor ähnlichen Herausforderungen - darunter vor allem die Einhaltung hoher Qualitäts- und Sicherheitsstandards in der Entwicklung von zunehmend vernetzten, elektrifizierten Komponenten hin zu modularen Systemlösungen. Dies können wir schneller und erfolgreich meistern, indem wir unsere Kompetenzen bündeln und von Synergieeffekten profitieren“, sagt Stefan Angele, Geschäftsführer der STL Systemtechnik Leber.

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