Ladeinfrastruktur

Joint Venture: „Ionity“ läutet E-Mobilität ein

| Redakteur: Svenja Gelowicz

Die Ionity-Geschäftsführung: COO Dr. Marcus Groll (links) und CEO Dr. Michael Hajesch.
Die Ionity-Geschäftsführung: COO Dr. Marcus Groll (links) und CEO Dr. Michael Hajesch. (Bild: Ionity)

BMW, Daimler, Ford und VW mit Audi und Porsche: Die großen Autohersteller starten das seit einem Jahr angekündigte High-Power-Charging-Netzwerk für E-Autos. Das Gemeinschaftsunternehmen heißt Ionity und will 400 Schnellladestationen errichten und betreiben.

Der Unternehmenssitz ist in München. Der CEO ist Dr. Michael Hajesch, COO ist Dr. Marcus Groll, der schon für RWE und Allego Ladenetze aufgebaut hat – und nun gibt es auch einen Namen für das Joint Venture. Es heißt Ionity, soll bald 50 Mitarbeiter haben und nicht weniger als ein europäisches High-Power-Charging(HPC)-Netzwerk für Elektrofahrzeuge aufbauen. Erklärtes Ziel: 400 Schnellladestationen entlang der Hauptverkehrsachsen in Europa bis zum Jahr 2020. Leisten sollen die Stationen bis zu 350 kW, um E-Mobilität auch auf Langstrecken zu ermöglichen. Der Aufbau von 20 Stationen in mehreren europäischen Ländern startet noch dieses Jahr, darunter in Deutschland, Norwegen und Österreich.

Das „Combined Charging System“

„Mit der Schaffung des ersten paneuropäischen HPC-Netzes machen wir die Elektromobilität langstreckentauglich. Schnelle, komfortable und digital bezahlbare Ladevorgänge sind unser Ziel", so Michael Hajesch. Elektromobilität ermöglichen soll auch das europäische Ladestandard-„Combined Charging System (CCS)“, das markenunabhängig kompatibel mit den meisten E-Autos der heutigen und nächsten Generation sein soll.

Also auch mit Tesla? Laut „Süddeutsche Zeitung“ wäre auch der größte E-Auto-Wettbewerber „willkommen“, so die Ionity-Zentrale gegenüber dem Medium; allerdings sind diese Fahrzeuge mit eigener Steckertechnik ausgestattet – und diese ist nicht kompatibel mit dem CCS-System.

Kooperationen erwünscht

Die Ladestationen werden öffentlich zugänglich sein und mit einer Entfernung von etwa 120 Kilometern zueinander liegen. Auch drei Kooperationspartner hat Ionity schon gefunden: Tank & Rast, Circle K und OMV bieten Platz für die Ladesäulen. Die europaweite Skalierung auf über hundert Schnellladestationen erfolge nächstes Jahr, jede dieser Stationen soll über mehrere Ladesäulen verfügen.

Ionity setzt auf Partnerschaften und steht deshalb im Austausch mit Infrastrukturinitiativen. Die Gründungspartner BMW Group, Daimler AG, Ford Motor Company und der Volkswagen Konzern mit Audi und Porsche beteiligen sich zu gleichen Teilen an Ionity; und weitere Automobilhersteller sind ebenso willkommen, sich am HPC-Netzwerk zu beteiligen. Und: Subventioniert wird das Schnellladenetz auch von der Politik, zum Beispiel fließt Geld von der EU oder der Bundesregierung in den Topf. Letztere unterstützt seit März mit 300 Millionen Euro den Aufbau einer Ladeinfrastruktur.

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