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Automobilzulieferer Knorr-Bremse will Wabco-Tochter übernehmen

| Autor: Jens Scheiner

Knorr-Bremse will den Lenksystemhersteller R.H. Sheppard kaufen. Damit stünde der Übernahme des Bremsenherstellers Wabco durch den deutschen Automobilzulieferer ZF nichts mehr im Wege.

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Knorr-Bremse will den Lenksystemhersteller R.H. Sheppard kaufen.
Knorr-Bremse will den Lenksystemhersteller R.H. Sheppard kaufen.
(Bild: Knorr-Bremse)

Um die geplante Übernahme des Bremsenherstellers Wabco durch den deutschen Automobilzulieferer ZF abschließen zu können, muss sich Wabco auf Anweisung der US-Wettbewerbshüter von seiner Tochtergesellschaft R.H. Sheppard trennen. Bei dem Unternehmen handele es sich neben ZF um den einzigen Hersteller von Lenkungskomponenten für große Nutzfahrzeuge in Nordamerika, so dass ein Zusammenschluss den Wettbewerb hier ausschalten würde.

Bereits eine Woche nach der Entscheidung scheint ein Käufer gefunden zu sein: Knorr-Bremse hat heute (30. Januar) einen Vertrag über den Erwerb von Wabcos Tochterunternehmen R.H. Sheppard unterzeichnet. Als Kaufpreis wurden 149,5 Millionen US-Dollar vereinbart. Der Abschluss des Erwerbs von Sheppard durch Knorr-Bremse steht unter dem Vorbehalt üblicher Vollzugsbedingungen und behördlicher Genehmigungen. Das Closing wird im ersten Halbjahr 2020 erwartet.

Lenk-Know-how auf amerikanischem Markt

Der Erwerb wird durch Bendix Commercial Vehicle Systems,eine mittelbare Tochtergesellschaft der Knorr-Bremse AG und Teil der Division Systeme für Nutzfahrzeuge, durchgeführt. Nachdem der Automobilzulieferer bereits im Frühjahr die Lenksystem-Sparte für Nutzfahrzeuge von Hitachi Automotive Systems in Japan und Thailand übernommen hat, erweitert Knorr-Bremse mit dem Kauf seine Kompetenzen von Lenksystemen für Nutzfahrzeuge auch auf dem US-amerikanischen Markt.

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 Jens Scheiner

Jens Scheiner

Redaktioneller Mitarbeiter Online/Print, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE