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Elektromobilität Kreisel Electric zeigt Elektro-G-Klasse

| Autor: Sven Prawitz

Kreisel Electric präsentiert in Kitzbühel eine voll elektrifizierte G-Klasse. Bei Konzept und Tests werden die Österreicher von Arnold Schwarzenegger unterstützt. Der Schauspieler soll das Auto in Los Angeles fahren.

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Kreisel Electric hat aus der G-Klasse ein voll elektrifiziertes Fahrzeug gemacht.
Kreisel Electric hat aus der G-Klasse ein voll elektrifiziertes Fahrzeug gemacht.
(Bild: Kreisel Electric)

Am Rande des Hahnenkamm-Rennens in Kitzbühel präsentiert Kreisel Electric eine elektrische G-Klasse. Das österreichische Unternehmen hat den Offroad-Klassiker Mercedes G 350 d (Baujahr 2016) umgebaut und elektrifiziert. Am Design und der Entwicklung soll Arnold Schwarzenegger mitgewirkt haben. Der Schauspieler und ehemalige Gouverneur Kaliforniens soll den Prototypen künftig in Los Angeles testen und zusammen mit Kreisel weiterentwickeln.

Die Österreicher geben die Reichweite des in zweimonatiger Entwicklungszeit umgebauten Mercedes-Geländewagen mit 300 Kilometer an. Der Akku soll eine Kapazität von insgesamt 80 Kilowattstunden bei einem Gewicht von 510 Kilogramm haben. „Der Kreisel-Akku ist im Auto verteilt: Unter der Motorhaube, im Heck als Ersatz für den Diesel-Tank sowie unterhalb des Einstiegs“, verrät Christian Schlögl, Mitglied der Geschäftsführung. Mehrere Elektromotoren mit Reduktionsgetriebe sind direkt auf das Verteilergetriebe aufgesetzt worden. Das Hauptgetriebe wurde entfernt. Die Elektro-G-Klasse soll 360 kW (490 PS) auf die Straße bringen und in 5,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen können – das sind gut drei Sekunden weniger als beim Original mit Diesel-V6-Motor. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Kreisel mit 183 km/h an.

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Prototypen als Promotion

Das Unternehmen Kreisel Electric aus Freistadt in Österreich hat einen eigenen Akkupack entwickelt. Das besondere daran ist die Anordnung und Ummantelung der Batteriezellen. Eine Flüssigkeit umspült jede Zelle, womit diese gezielt gekühlt oder beheizt werden können. Mit dieser Technik sollen Reichweite und Lebensdauer deutlich erhöht werden können. Bisher hat Kreisel mehrere Prototypen gebaut, um Erfahrung mit dem System zu sammeln. Neben der nun vorgestellten G-Klasse wurden unter anderem ein BMW 3er Touring, ein Porsche Panamera und je ein Volkswagen Caddy und Golf umgebaut. Kreisel gibt für den umgebauten Serien-eGolf eine Reichweite von 350 bis 420 Kilometer an. Die Kapazität der Batterie wurde um 130 Prozent auf 55,7 kWh gesteigert – bei identischem Bauraum und Gewicht.

Neue Batteriefabrik

Im März diesen Jahres soll in Rainbach/Österreich eine neue Batteriefabrik fertiggestellt werden. Kreisel will damit seine Produktionskapazitäten für die Batteriepacks auf 1,2 Millionen kWh pro Jahr erhöhen. Nach eigenen Angaben lässt das Unternehmen an weiteren internationalen Standorten die Akkupacks direkt bei Herstellern und Industriepartnern produzieren.

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 Sven Prawitz

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Technikjournalist