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Magna und Altran eröffnen Engineering-Center in Marokko

| Redakteur: Christian Otto

Magna und Altran wollen ihre Kompetenzen in Marokko bündeln. Das Land biete gute Zukunftsperspektiven als günstiger Produktionsstandort für europäische Exportfahrzeuge.

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Magna und Altran eröffnen ein gemeinsames Engineering Center in Marokko.
Magna und Altran eröffnen ein gemeinsames Engineering Center in Marokko.
(Bild: Yapasphoto)

Magna und Altran haben ein gemeinsames Engineering-Center in Marokko gegründet. In den vergangenen Jahren hat sich Marokko zu einem wettbewerbsfähigen, exportorientierten Produktionsstandort für Automobilhersteller entwickelt. Das Joint Venture zwischen Magna und Altran soll laut der Unternehmen eine neue Ressource für Ingenieursdienstleistungen im Bereich Fahrzeugtechnik schaffen. Beide Partner halten jeweils 50 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen.

Unter dem Namen MG2 will das Joint Venture mit Sitz in Casablanca, Marokko das Gesamtfahrzeug-Know-how und die Prozesskompetenz von Magna mit den Stärken von Altran als lokal etabliertem Partner bündeln. Zunächst werden rund 500 Ingenieure aus beiden Unternehmen vor Ort für das Joint Venture tätig sein.

Standortvorteil Marokko

Marokko liegt südlich nahe des europäischen Kontinents und ist damit für die Automobilindustrie eine sehr gute Basis für eine kostengünstige Produktion von europäischen Exportfahrzeugen. Erklärtes Ziel Marokkos ist es, bis 2025 eine Million Fahrzeuge pro Jahr zu bauen. Um dieses Ziel zu erreichen, konnten bereits Automobilhersteller gewonnen und Investitionen in neue Produktionsanlagen vorgenommen werden. „Wir bei Altran sind begeistert von der Zusammenarbeit mit Magna, weil wir der Automobilindustrie nun durchgängig Entwicklungskapazitäten für Design, Fertigung und Systementwicklung anbieten und damit die gesamte Wertschöpfungskette abdecken können“, so Meryem Chami, CEO Altran Marokko.

Veränderungen in der EDL-Branche

Die Zusammenarbeit beider Unternehmen ist auch ein Beispiel für die Dynamik in der Engineering-Dienstleister-Branche. So konsolidiert sich der Markt der Entwicklungsdienstleister (EDL) nicht nur zunehmend, sondern setzt auch auf neue Kooperationsformen. So arbeiten beispielsweise Valmet Automotive und der chinesische Batteriehersteller CATL ebenfalls enger zusammen.

EDL-Circle

Diese spannenden Entwicklungen werden auch den „EDL-Circle“ prägen, den »Automobil Industrie« am 5. Dezember in Würzburg zum zweiten Mal veranstaltet. Mit dem Branchentreff bietet die Fachzeitschrift ein exklusives Forum für die Managementebene der EDL-Branche. Ein Höhepunkt ist der Vortrag von Wolfgang Müller-Pietralla, Leiter Zukunftsforschung und Trendtransfer bei Volkswagen. Daneben locken Themen wie „Sicherheitsrisiko CxO“ oder neue Entwicklungsplattformen für die Engineering-Branche. Alle Informationen und das Programm des EDL-Circle.

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