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Leichtbau-Gipfel 2015 Materialbearbeitung: „Je aggressiver, desto besser“

| Redakteur: Jens Scheiner

In der Fachsession Fertigung II gingen die Referenten auf die Komplexität der Prozessketten sowie auf die verschiedenen Möglichkeiten der Hochleistungszerspanung von Leichtbauwerkstoffen ein.

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Torsten Fingerhut, Mitglied der Geschäftsleitung bei der Holder GmbH.
Torsten Fingerhut, Mitglied der Geschäftsleitung bei der Holder GmbH.
(Foto: Stefan Bausewein)

Auch hier übernahm Oliver Kläger, der bei Volkswagen für die Technologieentwicklung verantwortlich ist, die Moderation. Torsten Fingerhut, Mitglied der Geschäftsleitung bei der Holder GmbH, eröffnete die Session mit einer Erkenntnis: „Aluminiumteile aus Druckguss werden immer anspruchsvoller und komplexer“. Da immer mehr Zulieferer auf den Markt drängen, wird der Konkurrenzdruck immer größer. Daher ist es aus Fingerhuts Sicht enorm wichtig, das eigene Technologiespektrum zu erweitern. Auch weil OEMs „gerne Komplettlösungen aus einer Hand haben möchten“.

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Es gibt verschiedene Möglichkeiten seine Prozessketten zu erweitern. Zum einen gelingt das durch vor- oder nachgelagerte Prozessschritte und zum anderen durch das Transferieren des Know-hows. Jeder dieser Zwischenschritte in der Prozesskette erhöht laut Fingerhut die Komplexität und somit auch mögliche Fehlerquellen. In einer gemeinsamen Studie mit Prof. Dr. Roeren von der Hochschule Landshut wurde genau diese Veränderung untersucht. Die dort ermittelten Chancen für die Zulieferer sind die Stärkung der Kundenbindung durch die intensivere Zusammenarbeit, eine Erweiterung der Kenntnisse in der kompletten Prozesskette und ein erhöhtes Renditepotenzial. Dem gegenüber stehen Risiken wie überproportionale Investitionen durch die Technologieerweiterung. Fingerhut beendete seine Ausführungen mit dem Fazit, dass die Zulieferer aktiv die Gespräche mit den OEMs suchen müssen, um die optimale Lösung der Prozesskettenerweiterung zu finden.

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