Forschungsprojekt Mittels KI die Datenmengen für automatisiertes Fahren reduzieren

Redakteur: Tanja Schmitt

Beim neuen KIsSME-Verbundprojekt sollen lernfähige Algorithmen die Daten bei der Erprobung hochautomatisierter Fahrzeuge verdichten. Die wesentlichen Informationen stellt das KIT bereit.

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Mit verschiedenen Sensoren nehmen automatisierte Fahrzeuge Informationen über sich und ihre Umgebung auf.
Mit verschiedenen Sensoren nehmen automatisierte Fahrzeuge Informationen über sich und ihre Umgebung auf.
(Bild: Markus Breig / KIT)

Vier bis acht Terabyte Daten fallen bei der Erprobungsphase eines automatisierten Autos an – pro Tag. Um diese Informationen zu verdichten, wurde das Gemeinschaftsprojekt „KIsSME“ ins Leben gerufen. Hinter der Abkürzung verbirgt sich der etwas sperrige Name „Künstliche Intelligenz zur selektiven echtzeitnahen Aufnahme von Szenarien- und Manöverdaten bei der Erprobung von hochautomatisierten Fahrzeugen“.

Algorithmen für intelligente Datenauswahl

Das Ziel von KIsSME: Den Szenarienkatalog auszubauen und gleichzeitig die Datenmengen zu reduzieren. Damit das gelingt, entwickeln Wissenschaftler auf KI basierende Algorithmen, die bereits während des Fahrens die Informationen selektieren. Weniger Daten bedeutet weniger Speicherplatz, Strom und Aufwand bei der späteren Auswertung. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) liefert die benötigten Daten aus realen Fahrversuchen und Simulationen. Dazu laufen Messfahrten im öffentlichen Verkehr sowie auf dem Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg. Zusätzlich gibt es Closed Vehicle-in-the-Loop Simulationen an einem Fahrzeugprüfstand. Zudem überprüfen die Forscher des Instituts für Fahrzeugsystemtechnik (FAST) die entwickelten KI-Modelle und KI-Selektoren, indem sie die erarbeiteten Algorithmen auf die Daten aus Versuchen und Simulationen anwenden. KIsSME bezieht sich auf automatisiertes Fahren der Stufen vier bis fünf (vollautomatisiert bis autonom).

Die Partner

AVL Deutschland koordiniert das Gemeinschaftsprojekt. Weitere Partner neben dem KIT sind das Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, das Ernst-Mach-Institut, das FZI Forschungszentrum Informatik, die LiangDao GmbH, die Mindmotiv GmbH, die RA Consulting GmbH und die Robert Bosch GmbH, ASAM e.V. (Association for Standardization of Automation and Measuring Systems) sowie der Cluster Elektromobilität Süd-West, koordiniert von der e-mobil BW GmbH, Landesagentur für neue Mobilitätslösungen und Automotive Baden-Württemberg.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert das Projekt mit insgesamt 6,5 Millionen Euro, wovon das KIT rund 330.000 Euro erhalten soll. Das KIsSME-Forschungsprojekt startete Anfang dieses Jahres und ist für drei Jahre ausgelegt.

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