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Nutzfahrzeuge Nikola Tre: Brennstoffzellen-Lkw für Europa

| Autor/ Redakteur: Max Friedhoff/SP-X / Svenja Gelowicz

Auch die Lkw-Zukunft wird elektrifiziert: Ein amerikanisches Start-up drängt nun auf den europäischen Markt. Sein Lkw-Prototyp wird von einer Brennstoffzelle angetrieben und fährt voll automatisiert.

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Der von einer Brennstoffzelle angetriebene Lastwagen „Nikola Tre“ wird im April 2019 in der „Nikola World“ in Phoenix, Arizona, vorgestellt, die Produktion in einer neuen europäischen Fabrik soll frühestens 2022 starten.
Der von einer Brennstoffzelle angetriebene Lastwagen „Nikola Tre“ wird im April 2019 in der „Nikola World“ in Phoenix, Arizona, vorgestellt, die Produktion in einer neuen europäischen Fabrik soll frühestens 2022 starten.
(Bild: Nikola Motors)

Mit dem vollelektrischen Lkw „Tre“ (norwegisch für „drei“) kommt das amerikanische Unternehmen Nikola Motors auf den europäischen Nutzfahrzeugmarkt. Der von einer Brennstoffzelle angetriebene Lastwagen wird im April 2019 in der „Nikola World“ in Phoenix, Arizona, vorgestellt. Die Produktion in einer neuen europäischen Fabrik soll frühestens im Jahr 2022 starten.

Der Lkw wird je nach Konfiguration eine Motorleistung von 368 kW/500 PS bis 735 kW/1.000 PS haben und entweder einen 6x4- oder einen 6x2-Antrieb bekommen. Außerdem soll der Truck mit der Technik für einen vollautomatisierten Betrieb nach Level fünf ausgerüstet werden. Die Reichweite liegt je nach Ausstattung bei 500 bis 1.200 Kilometer mit einer Tankfüllung. Für die Infrastruktur mit Wasserstoff-Tankstellen hat sich Nikola Motors mit „Nel Hydrogen“ aus dem norwegischen Oslo zusammengetan, die auch in den USA an einem Tankstellen-Netz mit Nikola Motors arbeiten. In Europa sollen bis 2030 genügend Zapfsäulen für eine flächendeckende Versorgung entstehen.

Großes Interesse am Nikola Tre

Dass Nikola Motors mit dem „Tre“ großes Interesse schürt, zeigt die vom Unternehmen veröffentlichte Summe aus Vorreservierungen: rund elf Milliarden US-Dollar (9,6 Milliarden Euro) seien bisher eingegangen. Das amerikanische Start-up hat für die USA bereits einen ähnlichen Brennstoffzellen-Lkw angekündigt, Marktstart ebenfalls 2022 oder 2023. Nikola arbeitet bei seinem Projekt eng mit dem Zulieferer Bosch zusammen. Die Deutschen steuern unter anderem die Antriebseinheiten in Form der sogenannten E-Achse bei.

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