Suchen

Euroblech 2016 Simufact präsentiert neue Fertigungsverfahren

Redakteur: Jens Scheiner

Simufact zeigte auf der Euroblech vom 25. bis 29. Oktober 2016 neue Versionen seiner Produktlinien für die Umform- und Schweißsimulation. Außerdem stellte das Unternehmen ein additives Fertigungsverfahren vor.

Firmen zum Thema

Die Simulation zeigt die Spannungen im additiv gefertigten Bauteil.
Die Simulation zeigt die Spannungen im additiv gefertigten Bauteil.
(Bild: Simufact)

Mit drei Neuheiten präsentierte sich Simufact auf der Euroblech in Hannover. Neben neuen Versionen der Produkte „Simufact Forming“ für die Umformsimulation und „Simufact Welding“ für die Schweißsimulation, stellte das Unternehmen die Simulationslösung „Simufact Additive“ vor: Eine neu entwickelte Software zur Simulation additiver metallbasierter Fertigungsverfahren.

Ab Ende November wird Simufact Forming 14 verfügbar sein. Interessierte erhielten auf der Euroblech erste Einblicke in die neue Version. Wie das Unternehmen mitteilte beziehen sich die wesentlichen Verbesserungen auf die Aspekte Stabilität und Rechenleistung. Verbessert hat sich nach eigenen Angaben auch der Bedienkomfort: So kann der Anwender mit der neuen, interaktiven Darstellung die Simulationsergebnisse im Rahmen des Post-Processing intuitiver bearbeiten. Simufact Forming ist eine Softwarelösung für die Auslegung und Optimierung von Herstellprozessen metallbe- und verarbeitender Unternehmen. Die Software deckt alle gängigen Bereiche der Metallumformung ab: Blechumformung, Schmiedeprozesse, Kaltumformung, diverse Walzprozesse, und mechanische Fügeprozesse.

Schweißstruktursimulation für große Baugruppen

Wesentliche Fortschritte bei der sechsten Generation von Simufact Welding sind die Simulation größerer Baugruppen und Strukturen. Der Anwender kann beim thermischen Fügen Baugruppen mit einer Großzahl an Schweißnähten in praxisnahen Simulationszeiten berechnen und damit Aussagen zu den wichtigsten Fragestellungen wie Verzug oder Eigenspannungen treffen. Auch für das Widerstandspunktschweißen stehen neue Ansätze wie die „Single-shot“-Methode für die schnellere Berechnung multipler Punktschweißungen zur Verfügung. Die neue Version unterscheidet die Verfahren Elektronenstrahl- und Laserstrahlschweißen und ist jetzt auch für die Prozesse Löten und Spannungsarmglühen einsetzbar.

Neue Lösung zur Simulation additiver Fertigungsverfahren

Mit Simufact Additive bringt das Unternehmen eine neue Softwarelösung für die Simulation von additiven Fertigungsverfahren für Metallteile auf den Markt. Die Software ist eine skalierbare Lösung zur Simulation von Pulverbett-Schmelzverfahren wie Selektives Laserschmelzen, direktes Metall-Lasersintern, Lasercusing und Elektronenstrahlschmelzen. Die Software simuliert nach Unternehmensangaben alle wichtigen Prozessschritte der additiven Fertigung: Angefangen mit dem Druck des Teiles, gefolgt von der Wärmebehandlung zum Spannungsabbau, dem Abschneiden des Teiles von der Grundplatte, dem Entfernen der Stützstrukturen sowie wärme- und druckgesteuerte Prozesse. Die Modellierung wird auf Grundlage von CAD-Daten in einer neu entwickelten grafischen Benutzeroberfläche durchgeführt, die sich am realen Prozessablauf orientiert. Die Software hilft, Verzüge zu kompensieren, Eigenspannungen zu minimieren und die Prozessparameter zu optimieren.

(ID:44358876)