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Wirtschaft Teile der Eucrea-Gruppe stellen Insolvenzanträge

Redakteur: Maximiliane Reichhardt

Laut Schultze & Braun stellen einige Teile der Eucrea-Gruppe Insolvenzverträge – betroffen seien vor allem der Oberflächenveredeler Weinbrecht & Kücherer und FMB Technik. Der Geschäftsbetrieb soll vorerst unverändert weiterlaufen.

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Holger Blümle ist der vorläufige Insolvenzverwalter der Eucrea-Gruppe.
Holger Blümle ist der vorläufige Insolvenzverwalter der Eucrea-Gruppe.
(Bild: Schultze & Braun)

Der Dienstleister für Insolvenzverwaltung Schultze & Braun teilt mit, dass die Eucrea-Gruppe für mehrere ihrer Gesellschaften Insolvenzanträge gestellt hat. Betroffen sind demnach besonders die beiden Oberflächenveredelungsunternehmen Weinbrecht & Kücherer und FMB Technik. Daneben sollen auch der auf die Konstruktion von Galvanik-Anlagen spezialisierte Eucrea Industrieservice sowie Eucrea Hexagon Holding Insolvenzanträge eingereicht haben. Nicht betroffen seien hingegen die beiden ausländischen Gesellschaften Posa (Schweiz) und Eucrea Kontakte (Polen).

Der Geschäftsbetrieb läuft unverändert weiter

Der vorläufige Insolvenzverwalter Holger Blümle verschaffe sich derzeit einen Überblick über die wirtschaftliche Situation der Unternehmens-Gruppe. Auch nach den Insolvenzanträgen laufe der Geschäftsbetrieb der betroffenen Gesellschaften unverändert weiter. „Vorrangiges Ziel ist es, zunächst den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren sowie erste Sanierungsmaßnahmen umzusetzen. Kunden und Lieferanten haben bereits signalisiert, weiter zu den betroffenen Unternehmen zu stehen“, sagt Blümle.

Die insgesamt rund 130 Mitarbeiter der betroffenen Gesellschaften sollen über das Insolvenzgeld bis einschließlich April abgesichert werden. Der vorläufige Insolvenzverwalter kündigte an, dass schnellstmöglich eine gezielte Suche nach Investoren begonnen werden soll.

Mehrere Ursachen für die Insolvenz

Ursache der wirtschaftlichen Schieflage ist nach Unternehmensangaben der Brand der Galvanik von FMB Technik im November 2016. Dies habe zusätzliche Kosten verursacht und zu Umsatzeinbußen geführt, von denen sich das Unternehmen nicht mehr erholen konnte. Zusätzlich habe die Übernahme von Weinbrecht & Kücherer die Liquidität der Unternehmensgruppe belastet.

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