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Zuliefererstudie Deutsche Zulieferer führend

| Autor/ Redakteur: Jonas Wagner und Christian Otto / Christian Otto

Schon 2011 konnte die Spitze der deutschen Zulieferer mit Rekordzahlen aufwarten. 2012 wiederholte sich die Erfolgsgeschichte auf noch höherem Umsatz-Niveau. Damit behaupten die deutschen Zulieferer der global Top 100 ihre Spitzenposition knapp hinter den japanischen und weit vor den amerikanischen Wettbewerbern. Die stärksten Umsatzzuwächse verzeichneten jedoch die koreanischen Lieferanten.

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Bereits im Jahr 2011 konnte die Spitze der deutschen Zulieferer mit Rekordzahlen aufwarten, 2012 wiederholte sich die Erfolgsgeschichte auf noch höherem Umsatz-Niveau. Damit behaupten die deutschen Zulieferer der global Top 100 ihre Spitzenposition knapp hinter den japanischen und weit vor den amerikanischen Wettbewerbern.
Bereits im Jahr 2011 konnte die Spitze der deutschen Zulieferer mit Rekordzahlen aufwarten, 2012 wiederholte sich die Erfolgsgeschichte auf noch höherem Umsatz-Niveau. Damit behaupten die deutschen Zulieferer der global Top 100 ihre Spitzenposition knapp hinter den japanischen und weit vor den amerikanischen Wettbewerbern.
(Foto: Fotolia © adimas)

Auf die europäischen Nachbarn und auch in Übersee mag es fast schon beängstigend wirken – deutsche Industrieunternehmen bleiben trotz der wirtschaftlichen Probleme in Europa auf Erfolgskurs. Gerade die deutsche Automobilindustrie behauptet ihren weltweiten Führungsanspruch. Dabei überzeugen nicht nur die Zahlen der OEMs. Auch die großen deutschen Zulieferer konnten laut einer aktuellen Studie wieder mit beachtlichen Ergebnissen glänzen.

Übersicht der weltweit größten 100 Automobilzulieferer

Die Untersuchung „2. Global Top Automotive Suppliers 2012“ der Unternehmensberatung Berylls Strategy Advisors hat die weltweit 100 größten Automobilzulieferer genauer unter die Lupe genommen: Sie analysierte deren Umsätze sowie operativen Ergebnisse (EBIT/Operating Profit) für die Jahre 2010 bis 2012.

2012 erneut ein Rekordjahr

Das Resultat der Untersuchung liest sich eindeutig: 2012 war ein weiteres Rekordjahr für die Top 100 der Branche: Der Umsatz lag bei 665 Milliarden Euro (+0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und das Ergebnis bei 7,2 Prozent vom Umsatz (+8,5 Prozent). Bereinigt um die starken Wechselkurseffekte (insbesondere beim Yen und koreanischem Won) wäre der Umsatz der 100 stärksten Automobilzulieferer sogar um 4,5 Prozent gegenüber 2011 gestiegen.

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Im Vergleich dazu konnten die weltweit 13 größten Automobilhersteller ihren Umsatz um 7,3 Prozent auf 1,26 Billionen Euro steigern. Sie lagen aber beim operativen Gewinn mit 5,5 Prozent wie in den Jahren zuvor hinter den global Top-100-Lieferanten.

Das Jahr 2012 war vor allem durch eines geprägt: Normalität. Es wurden keine größeren Insolvenzen gemeldet, schon gar nicht unter den Top 100; es kam zu keinen größeren Firmenübernahmen oder -fusionen; Naturkatastrophen, wie der Tsunami in Japan oder die Thailandflut in den Jahren zuvor, blieben aus. Die Absatzmärkte waren weltweit betrachtet weitgehend stabil.

Stark trotz Eurokrise

Auch die Anzahl von Fahrzeugrückrufaktionen, die in der Vergangenheit zu starker Kundenverunsicherung geführt hatte, blieb innerhalb der normalen Grenzen. Selbst die Eurokrise, gepaart mit den schweren Verkaufseinbrüchen in Südeuropa, hat sich kaum in den Bilanzen der Unternehmen niedergeschlagen.

Trotz aller Unkenrufe zeigt sich: Sowohl die Hersteller als auch die Zulieferer konnten seit der Krise 2008/09 kontinuierlich an Leistungsfähigkeit und Stabilität gewinnen. Die Branche ist so stark wie lange nicht mehr: Unter den Top-100-Zulieferern gab es im vergangenen Jahr nur ein Unternehmen, das keinen operativen Gewinn erzielen konnte. Schon im dritten Jahr in Folge liegt das durchschnittliche Ergebnis deutlich über dem langfristigen Mittel von 5,3 Prozent vom Umsatz.

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