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SUV bedeutet mehr Gewinn
SUV stehen für mehr Gewinn, mehr Verkäufe und sind damit eine große Chance für die Autobauer. Das belegen deutlich die weltweiten SUV-Absätze der Hersteller. Toyota kam 2006 mit dem RAV4, dem ersten „geschrumpften“ Geländewagen auf den Markt und verkauft bis Ende 2012 weltweit rund 2.79 Millionen Fahrzeuge. Nissan schob mit dem Qashqai (außerhalb Europa heißt er Dualis) den Crossover-Trend 2007 an und lieferte bis zum Jahresenden 2012 fast 1,82 Millionen Qashqai/Dualis an Kunden aus.
Im gleichen Jahr wie Nissan den Qashqai ließ Volkswagen den Tiguan auf den Markt rollen, der es in den etwas mehr als fünf Jahren auf weltweit auf 1,33 Millionen Verkäufe bringt. Wie gut die kompakten SUV bei den Käufern ankommen, zeigt auch der seit September 2010 angebotene BMW X1, der in rund 28 Monaten bis Ende des Vorjahres 382.694 Kunden fand. Der ein Jahr später als der X1 beginnende weltweite Absatz des Audi Q3 verdeutlicht die Dynamik des SUV-Marktsegments. Obwohl der Audi Q3 in vielen außereuropäischen Märkten wie im boomenden China erst Mitte letzten Jahres angelaufen ist, wurden von ihm weltweit rund 91.900 Fahrzeuge ausgeliefert. Die Zahlen zeigen: Kompakte SUVs stehen für lukrativen Umsatz und wirtschaftlichen Erfolg.
Nissans Bestseller
Bei Nissan ist der Qashqai der Bestseller im Modellprogramm. Er trägt gehörig zum Erfolg des japanischen Herstellers bei und damit zum Ergebnis der Allianz Renault-Nissan, die 1999 besiegelt wurde. Ihr Architekt, Carlos Ghosn, ist heute Chef sowohl von Nissan, Renault und der Allianz. Er sanierte und reorganisierte Ende der 1990er Jahre Nissan und führte den damals kriselnden Konzern in die Allianz. Heute ist Nissan mit 15 Prozent an Renault beteiligt und der französische Autokonzern hält 43,4 Prozent Anteile an Nissan, für die er bis 2002 rund 6,79 Milliarden Euro investierte.
Ghosns Engagement trägt reichlich Früchte, von denen Renault in den letzten zehn Jahren gut zehrt. Denn Nissans Umsätze und Gewinne waren 2003 bis 2012 meist immer höher als die bei Renault, so dass zum kumulierten Netto-Konzerngewinn von rund 18,95 Milliarden Euro in dem Zeitraum Nissan 62,5 Prozent bzw. zirka 11,84 Milliarden Euro beisteuerte. Für Nissan und die Allianz ist der im englischen Werk Sunderland für Europa, im Werk Kyushu (als Dualis) für Japan und im Werk Dongfeng in Hubei für den chinesischen Markt produzierte Qashqai als Bestseller der Garant des Geschäftserfolgs.
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