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Elektromobilität

Kreisel Electric hilft Vinfast bei der Elektromobilität

| Autor/ Redakteur: Andreas Grimm / Jens Scheiner

Viele Start-ups im Automobilsektor entwickeln nur noch Elektroautos – insofern sind die Verbrennermodelle von Vinfast fast ein Anachronismus. Doch der junge vietnamesische Hersteller zieht bei der Elektrifizierung nun mit europäischer Hilfe nach.

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Das vietnamesische Auto-Start-up hat sich mit dem österreichischen Batteriespezialisten Kreisel Electric zusammengetan.
Das vietnamesische Auto-Start-up hat sich mit dem österreichischen Batteriespezialisten Kreisel Electric zusammengetan.
( Bild: Martin Pröll )

Die im Herbst 2018 in Europa in Erscheinung getretene Automarke Vinfast stellt sich in Richtung Elektromobilität auf. Das vietnamesische Auto-Start-up hat sich mit dem österreichischen Batteriespezialisten Kreisel Electric zusammengetan, um möglichst schnell nach den bisherigen beiden Verbrenner-Autos auch Elektrofahrzeuge anbieten zu können.

Die nun geschlossene Kooperation umfasst die Entwicklung von Batteriepacks für Elektroautos und Elektrobusse, die im Vinfast-Werk in Vietnam hergestellt werden sollen, heißt es in einer Mitteilung von Kreisel Electric. Bereits im kommenden Jahr wollen die Vietnamesen E-Fahrzeuge auf den Markt bringen, heißt es weiter ohne nähere technische Spezifikationen. Dass die E-Mobilität möglichst schnell starten soll, hatte Vinfast-Chef James Deluca bereits bei der Premiere des Fabrikats auf dem Pariser Salon im Oktober 2018 angekündigt.

Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern

Mit der Kreisel-Kooperation bleibt Vinfast der bisherigen Strategie treu, „mit führenden Unternehmen zusammenzuarbeiten“, um von Beginn an Fahrzeuge zu produzieren, die technisch auf der Höhe der Zeit sind. Dementsprechend entstanden die beiden bisherigen Modelle Lux A 2.0, eine Limousine, und das SUV Lux SA 2.0 in Zusammenarbeit mit dem Designer Pininfarina und dem Automobilzulieferer Magna. Die Gesamtentwicklung des kommenden Elektroautos steuert der Engineering-Dienstleister EDAG.

Für die Zusammenarbeit mit Kreisel sprechen die Kriterien kompakte Bauweise, gute Wärmeableitung, hohe Sicherheit und schnelles Laden. Die Produkte der österreichischen Firma seien geeignet, „die Käufer durch Qualität und Sicherheit zu überzeugen“, sagte Le Thi Thu Thuy, Vorsitzende von Vinfast, laut einer Mitteilung. Für die Zusammenarbeit sprechen aus ihrer Sicht zudem niedrige Kosten der Kreisel-Batterietechnik und eine hohe Lebensdauer der Stromspeicher.

Vinfast ist Teil der Vingroup, die Pham Nhat Vuong gegründet hat, mutmaßlicj Vietnams einziger Selfmade-Milliardär. Seine Vingroup ist bislang mit Immobilien, Tourismus und Einkaufszentren aktiv. In das ehrgeizige Autoprojekt steckte der Unternehmer bislang 3,5 Milliarden Euro (Stand 2018).

Kreisel Electric konzipiert seit dem Jahr 2014 Systemangebote für die Elektromobilität und integriert den E-Antrieb in Pkw, Busse und Lkw sowie Boote und Flugzeuge. Bekannt geworden ist die Firma unter anderem mit der Elektrifizierung eines Porsche-910-Nachbaus oder einer elektrifizierten G-Klasse für Arnold Schwarzenegger.

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Über den Autor

Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«