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Antriebsstrang Magna Drivetrain Forum: Vielfalt beibehalten

| Autor/ Redakteur: Jürgen Goroncy / Nayomi Polcar

Magna brachte beim siebten Drivetrain-Forums mehr als 350 Branchenexperten zusammen, um neue Entwicklungen in der Antriebstechnik zu diskutieren. Die kommende Antriebsvielfalt bleibt eine Herausforderung.

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Stephan Weng (rechts) von Magna Powertrain erläutert auf dem Drivetrain Forum die Vorteile künftiger Antriebstechnologien.
Stephan Weng (rechts) von Magna Powertrain erläutert auf dem Drivetrain Forum die Vorteile künftiger Antriebstechnologien.
(Bild: Magna)

Magna brachte in Untergruppenbach bei Heilbronn mit der Veranstaltung des siebten Drivetrain-Forums „Powertrain meets Future“ mehr als 350 Branchenexperten zusammen, um aktuelle Entwicklungen in der Antriebstechnik zu diskutieren und den Teilnehmern auch eigene neue Produkte vorzustellen.

In den kommenden Jahren wird für den Antriebsstrang eine große Anzahl von unterschiedlichen Architekturen notwendig und auch verfügbar sein. Angetrieben von neuen gesetzlichen Bestimmungen zu CO2-Emissionen, sich verändernde Verbraucherbedürfnisse und neuen technologischen Entwicklungen, befindet sich die Automobilindustrie gerade auch bezüglich neuer Antriebsalternativen in einem dynamischen Wandel. Stephan Weng von Magna sprach in Untergruppenbach von künftig 42 Antriebsvarianten, von denen Magna 28 abdeckt.

Wachsendes Portfolio

Der Zulieferer präsentierte eine skalierbare und modulare Plattform für den gesamten Antriebsstrang. „Unser ständig wachsendes Portfolio an Antriebsstrangprodukten bereitet uns darauf vor, dem Markt von Verbrennungsmotoren über Plug-in-Hybride bis hin zu batterieelektrischen Fahrzeugen gerecht zu werden“, sagte Swamy Kotagiri, Magna CTO und President von Magna Powertrain, in Untergruppenbach.

Durch die Integration skalierbarer, elektrifizierter Einheiten, etwa Hybrid-Getriebe oder elektrische Achsen, bietet das Unternehmen Lösungen für OEMs, um die scheinbar widersprüchlichen Ziele wie Fahrzeugeffizienz, Leistung und Fahrdynamik zu erreichen. Auf Produktebene erlauben es variabel einsetzbare Bausteine wie Elektromotoren oder Wechselrichter, die Komplexität des Gesamtsystems zu reduzieren. Dieser Ansatz ermöglicht den OEMs laut Magna auch, die Vielfalt ihrer Fahrzeugkonfigurationen bezogen auf Dynamik und Leistung in Zukunft beizubehalten. Weiter entstehen unterschiedliche Möglichkeiten, neue Funktionen, zum Beispiel einen elektrischen Allradantrieb zur Optimierung von Verbrauch und Fahrdynamik, in den Antriebsstrang zu integrieren.

Elektrifizierung als Herausforderung

Neben den Fachvorträgen von Magna-Mitarbeitern gab es auch Referate von OEM-Vertretern. So sprach Wolfgang Ziebart von Jaguar über „Die Herausforderungen der Elektrifizierung“ am Beispiel vom Jaguar I-Pace. Er verglich die Entwicklungsprozesse in der Automobilbranche mit denen der Halbleiterindustrie. Die Automobilbranche prüft laut Ziebart alle Komponenten einzeln und wenn alle in Ordnung sind, werden sie ins Fahrzeug eingebaut. Im Halbleiterbereich werden die Komponenten sukzessive während der Entwicklung in das Produkt integriert. So hatten die Entwickler von Jaguar die Batteriezellen neun Monate vor Produktionsstart erstmals in der Hand. Nur so, sagte Ziebart, konnte in lediglich 48 Monaten nach Entwicklungsstart der erste I-Pace, den Magna in Steyr für Jaguar baut, an den Kunden ausgeliefert werden.

Jürgen Jablonski, Leiter Entwicklung Brennstoffzelle bei Audi, sprach über die „Nachhaltigkeit in zukünftigen Antriebskonzepten“ und Alexander Mankowsky; Zukunftsforscher bei Daimler, referierte über „Die Zukunft des autonomen Fahrens“. So gab es für die Teilnehmer nicht nur Produktinformationen von Magna, sondern auch Informationen „über den Tellerrand hinaus“.

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